Der Analytiker und seine Projekte
Es ist eine Sache, etwas zu WISSEN,
jedoch eine ganz andere, es zu VERSTEHEN.

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 Bewußtsein versus Geist/Physik 

—» Das Bewußtsein «—
Die sachliche Entwicklung

Die Fragestellung zur Erörterung der Herkunft lautet somit, wann man überhaupt zu einer derartig substanziellen Differenziertheit von bewußt sein gelangt ist. Der Sprachgehalt der uns verfügbaren Schriftwerke besagt nämlich, daß es zuvor in keiner Weise einen derartigen Bezug dazu gab, sondern einzig Körper, Geist und Seele und so beziehen sich die dargebotenen Inhaltlichkeiten auch einzig auf das Denken, das Selbstgefühl und Derartiges. Über den berühmten Satz "Ich denke, also bin ich" (René Descartes) läßt sich jedoch prädestinierend der prinzipielle Sachverhalt kulturhistorisch und auch generell aufzeigen, inwiefern denken und bewußt sein auf der Ebene der substanziellen Bewandtnis in einem differenzierenden Verhältnis zueinander stehen. Wie es sich darum konkret verhält, zeigt uns somit aber auch nicht als solches die Geschichte, sondern in erster Linie die substanzielle Beschaffenheit des Sprach- und Sachverhältnisses der Gegenwart. Und so zeigt diese spezielle Aussage nämlich im Einbezug des bewußt seins auf, daß ein bewußt sein nicht Bestandteil des Denkens selbst, sondern ein separiertes Etwas ist und sich das Sein nicht über das Denken, sondern über das bewußt sein vermittelt. Das verdeutlicht, daß die Selbstverständlichkeit der Bestandteil ist, worüber dies als scheinbare Undifferenziertheit erscheint und darüber löst es sich auch (wieder) auf. Die elementare Differenzierung basiert somit auf Basis dieser Differenzierung, sodaß sich darüber ermitteln läßt, wann und wo man es mit dem Jeweiligen zu tun hat.

Ich denke, also bin ich

     denken   ←     Selbstverständlichkeit     →   bewußt sein

                Ich denke, also bin ich mir bewußt   ↔   Ich bin mir bewußt, daß ich denke, also bin ich

vorsätzliche Inhaltlichkeit   ↔   substanzielle Inhaltlichkeit 

Wenn man diesbezüglich die sachliche Entwicklung in Betracht zieht, dann muß man bedenken, daß es beim bewußt sein beginnt und erst daraus resultierend das bewußt sein über die substanzielle Bewandtnis des Bewußtseins als eigenständige Substanz sich ergibt. Dementsprechend differenziert stellt sich somit auch die deutsche Sprach- und Bewußtseinsentwicklung, sodaß man darin das jeweilige Verhältnis von 'bewußt sein' als Bestandteil des Bewußtseins koordiniert im Verhältnis zueinander in Betracht ziehen muß.

Wer einmal den alten Bezug von Seele und Geist spezifiziert zu differenzieren sucht und dabei die Entwicklungen diesbezüglich hin zur Neuzeit in Betracht zieht, wird zu dem Schluß kommen, daß es das jeweilige Spezifizieren dessen war, was das bewußt sein über das Bewußtsein zwangsläufig als eine differenzierte 'bereits präsente' Inhaltlichkeit daraus (wieder) hervor brachte, denn wenn es da etwas gibt, was nicht Seele und nicht Geist eindeutig zuzuordnen ist, so handelt es sich zwangsläufig um eine prinzipiell differenzierende 'substanzielle' Inhaltlichkeit. Auch dies zeigt, daß es sich nicht um etwas Neues handelt, was da hervor trat, sondern daß es von Anfang an, wie auch fortwährend darum ging und auch noch immer Sachstand ist, was sich als Allgemeingültiges durchsetzen kann. Darüber wird jedoch klar, warum es sich in dem Bezug überhaupt derartig verhält. Es handelt sich um ein konkurrierendes Verhältnis sich differenzierender Ideologien.

Neben dem ursprünglichen Geist, Seele und Leib, worin der Geist Bestandteil des Seelenlebens ist, tritt im ausgehenden 18. Jahrhundert die moderne 'exakte' Wissenschaft auf den Plan, deren substanzielle Eingrenzung auf Materie und Energie dann eine Substanzierung von Körper und Physiologie aufbringt und somit auch eine Neuzuordnung und Prinzipialität der Inhaltlichkeiten. In der Wissenschaft wird ebenfalls, wie in der Religion, ein Grundprinzip aufgestellt, wonach nur das tatsächlich existent ist, was dem Interna entspricht. Wissenschaftlich existent war somit fortan nur noch, was technisch meßbar, wägbar, etc. ist. Dies war maßgeblich für diese aufkommende Wissenschaft, um sich von der Mystik nicht nur zu lösen, sondern prinzipiell zu separieren und distanzieren. So wird nach wie vor hier wie dort die Inhaltlichkeit des Bewußtseins, das bewußt sein, als inhaltlicher Bestandteil der jeweiligen 'deklarierten' Gegebenheit manifestiert und das Bewußtsein als eigenständige Substanz negiert.

Die kulturell-historische Entwicklung

bewußt sein
Geist   Seele
  Leib  

 
Geist bewußt sein Seele
  Körper = Leib  
 

  Körper 
  Physilogie | Geist |       Seele        
  Bewußtsein  
  Wissenschaft bewußt sein Religion  

Da es zwei institutionelle Repräsentanten gibt,
welche jeweils eine spezifische Inhaltlichkeit als die einzig Ihrige deklarieren,
ergibt sich daraus auch der Sachverhalt der Isoliertheit des Bewußtseins,
von welchem das bewußt sein separiert wird, da es elementar bedingt wird
und somit nicht negiert werden kann.

Das gilt somit aber auch aufgrund seiner davon unabhängigen Präsenz
für die substanzielle Gegebenheit des Bewußtseins!

Aufgrund der koordinierten Beschaffenheit des Physiologischen ist diese selbst substanzielle Gegebenheit, sodaß es als solches der Substanz von Bewußtsein und Seele, wie auch deren Inhaltlichkeit gegenüber steht. Gerade dieses Relationsverhältnis verdeutlicht jedoch, mit welcher jeweiligen differenzierenden Inhaltlichkeit man es zu tun hat, daß es sich und wie sich dies jeweils sachlich, wie auch ideologisch differenziert. Über die jeweilige Zuordnung des bewußt seins bestimmt sich somit das Relationsverhältnis zum bewußt sein. Klar und deutlich wird dies jedoch erst im Einbezug des Unterbewußtseins, denn im Gegensatz zu Überbewußtsein, Geist und Gehirn, welche an gleicher Örtlichkeit präsent sind, weißt die Präsenz des Unterbewußtseins im Bauch eine klare Differenzierung auf und relativiert sich dem gegenüber. Hierüber wird das differenzierende Verhältnis der Sachlichkeit relativ klar vor Augen geführt.

  | Bewußtsein |

|
Seele
Physiologie ? Seelenleben

- - - - - - - -
←   bewußt sein   →
Unterbewußtsein

Die maßgeblich Ursache für den irreführenden Sachverhalt der Gegenwart ist, daß die Eine der beiden präsenten Institutionen, nämlich die Wissenschaft, des 'klaren' bewußt seins bedarf, um ihre substanzielle Präsenz zu behaupten und sich damit verbunden auch von der anderen Institution spezifiziert differenzieren zu können und so steckt gerade darin die unablässige Notwendigkeit, ein klares bewußt sein zu schaffen, ohne jedoch das Bewußtsein in irgend einer Weise in Erscheinung treten zu lassen, was letztendlich dazu führt, daß DIES das bewußt sein generell völlig durcheinander bringt, denn darüber wird ein sinnliches Paradoxum produziert. Gerade darüber wird jedoch deutlich, daß man es mit einer weit umfänglicheren Beschaffenheit des Bewußtseins zu tun hat und so trägt auch DIES ebenfalls zu dem Sachverhältnis bei, aufgrund des zusätzlichen Verhältnisses des Bewußtseins.

Substanz
 
materiell Energie | imateriell  
Körper   | Bewußtsein |

|
Seele Substanz
Physiologie ? Seelenleben  
    —       —       —    

←   bewußt sein   →
 
↓↑ | | ↓↑  
Geist ← Psychologie

Und so wird dann auch klar, warum es in der Wissenschaft überhaupt eine Psychologie gibt,
denn sie muß das 'bewußt sein' bewahren,
sowie gleichzeitig Bewußtseins- und Seeleninhalte gleichermaßen zerstreuen
und das geschieht über das geistige Bindeglied, welches alles miteinander verbindet.


Dort werden nur zwei Bestandteile gehändelt und das sind 'bewußt sein' = Bewußtsein und das Unbewußte.
Es ist also von daher nicht zu übersehen, wenn es sich diesbezüglich verhält.

So ist jedoch generell das 'bewußt sein' das Zünglein an der Waage mit dem Bewußtsein im Anhang.

Es bedarf somit des bewußt seins über die Inhaltlichkeit des Bewußtseins,
um mehr als diesen geringen Teil des bewußten Seins des Bewußtseins bewußt sein zu lassen!

Es bedarf somit des bewußt machens
der Präsenz dieser Inhaltlichkeiten


Dies geschieht über das bewußt sein/werden der Inhaltlichkeiten des Unterbewußtseins.

Jörg Lenau
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