Der Analytiker und seine Projekte
Es ist eine Sache, etwas zu WISSEN,
jedoch eine ganz andere, es zu VERSTEHEN.

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 Bewußtsein versus Geist/Physik 

—» Das Bewußtsein «—
Die substanzielle Beschaffenheit

Sitz und Substanz des Bewußtseins

Das Bezugsmittel der Darstellung ist mir die Verfügbarkeit der Sachlichkeit der deutschen Sprache, denn darin bildet das Bewußtsein den Überbegriff seiner Inhaltlichkeit von Über- und Unterbewußtsein und unterscheidet sich auch konkret und eindeutig vom bewußt sein. Es drückt aber auch die imaterielle Substanz und die Wirkungen aus (Bewußtsein = Seinssubstanz, sowie bewußt sein = Seinszustand), wobei das Überbewußtsein sich dort befindet, wo das Gehirn ist und das Unterbewußtsein, wo der Bauch ist.

Bewußtsein
Überbewußtsein

denken
bewußt sein
etwas im Sinn haben
...
Unterbewußtsein

Veranlagungen
Begabungen
Konstitution
Instinkte
Logos
Erinnerung
Körperfunktionen regulieren/ausführen
...

Der Unterschied von Bewußtsein und bewußt sein liegt darin, daß das Bewußtsein das gesamte Bewußtsein mit all seinen Inhaltlichkeiten ausdrückt und eine Konstante, an die materielle Körperlichkeit gebundene Einheit ist, das Bewußtsein im Sinne von bewußt sein eine Inhaltlichkeit innerhalb der Substanz des Bewußtseins ist und als einer der Funktionen dessen die Inhaltlichkeit von 'sich eines Sachverhaltes bewußt sein' beinhaltet, mit seinen unterschiedlichen Varietypen, wie 'sich des Seins bewußt sein', 'sich seiner selbst bewußt sein', 'sich seiner Situation bewußt sein' usw., sodaß in diesem Bezug das bewußt sein als solches prinzipiell in der Art und auch klein geschrieben werden müßte, jedoch dies grammatikalisch falsch ist. Somit stehen nur zwei Möglichkeiten zur Verfügung, nämlich daß man die Aussagen spezifiziert auf das bewußte Sein oder bei der Anwendung des Begriffes Bewußtsein für beiderlei die Aussage derart gestaltet, daß man erkennt, ob es sich um die Substanz handelt oder die bewußten Abläufe innerhalb dessen.

Die vielfältigen voneinander differenzierenden Ansichten über das Bewußtsein, welche man in Veröffentlichungen antrifft, unterscheiden sich maßgeblich von meinen Ausführungen, was vor allem die substanzielle Darstellung veranschaulicht. So wird weder das Unterbewußtsein, noch die mentale Differenziertheit überhaupt als solches wahrgenommen und auch nicht zwischen Bewußtsein und bewußt sein unterschieden. Entitäten der Persönlichkeitsveranlagungen stehen wissenschaftlich gänzlich außen vor - es existiert dort nicht - sie werden als von außen geprägt angesehen. In der Religion ist es von Gott gegeben. Interessant ist, daß man wissenschaftlich mittlerweile ein Bauch-, wie auch ein Herzgehirn zu beschreiben sucht, was u.a. darlegt, wie es um das reine Gehirnprinzip bestellt ist. Eine weitere Ansichtsweise findet man in der spirituellen Betrachtung in der Art, daß man drei ineinander verschachtelte Bewußtseinsebenen darlegt. Die Deklaration von Psyche beinhaltet das mentale, wie auch das physiologische Sein, wobei darin das Unterbewußtsein dem Unbewußtsein gleich gesetzt wird und darin gilt das wissenschaftliche Gehirn-Prinzip. In der Religion gibt es zwar die Differenziertheit von Seele und Seelenleben, jedoch wird darin nicht zwischen mentalen und physiologischen Vorgängen unterschieden.

Über das nebeneinanderstellen der Substanzprinzipien von Philosophie, Wissenschaft und Religion, im Einbezug menschlicher Wahrnehmungsverhältnisse und der sich daraus ergebenden substanziellen Gegebenheit des Bewußtseins läßt sich darlegen, daß alle bestehenden Systeme versagen, das Bewußtsein als eigenständiges Etwas zu spezifizieren. Prekär ist, daß ihr bestehendes System dies auch gar nicht zuläßt, denn z.B. gilt für die Wissenschaft, daß nur das real existiert, was technisch meßbar ist. So benutze ich hier aber auch die Anwendung von 'imateriell' anstatt immateriell zur klaren Differenzierung zur rein materialistischen Sichtweise.

Die Trichotomie der Substanz

PSYCHOLOGIE Körper Psyche    
PHILOSOPHIE Stoff Kraft    
WISSENSCHAFT Materie Energie    
     
    Körper Physiologie Bewußtsein    
     
RELIGION Leib Seele

Der maßgebliche Fehler der Denkweisen ist, wie sich über diese Veranschaulichung aufzeigt, daß man sich weder im Bezug auf Kraft und Stoff, noch im Bezug auf Leib und Seele klar geworden ist, daß das Verhältnis zum Materie-Energie-Prinzip klare und eindeutige inhaltliche Lücken aufweist. Auch wenn es viele gibt, welche erkennen, daß gewisse Inhalte nicht zugeordnet werden können, so wissen nicht, es zu händeln. Es werden auch reihenweise einzelne Bestandteile als Kriterium dargestellt, aber bisher hat noch keiner das Verhältnis des substanziellen Ganzen erkannt.

Bezüglich der Verhältnisse gilt zu bedenken, daß es hier um die Inhaltlichkeit menschlichem Seins als solches geht und ich bewußt das von außen darauf Einwirkende an dieser Stelle nicht außen vor stehen lasse, aber doch spezifisch separiere zur Objektivierung des Ganzen und weil die Wahrnehmung des inneren Ich dies bedingt, denn im Gegensatz zur Sichtweise nach außen hat man es (einzig) hier mit dem Sachverhalt zu tun, daß Subjekt und Objekt eins sind und somit gelangt man hierüber auf direktem Wege zur Basis objektiver Beurteilungsfähigkeit, nicht nur im Bezug auf sein eigenes Sein, sondern wie ich in der Prinzipienformel aufzeige, ist dies die Grundlage dafür, überhaupt zu einem realistischen Grad an Objektivität zu gelangen.

Prinzipiell gilt es zu bedenken, daß die Wahrnehmung unseres Seins als solches entsprechend der Intensität des von außen Wirkenden beeinflußt wird, je intensiver der Einfluß, um so weniger kann man wahrnehmen und sich seiner selbst klar werden. Um so mehr man äußere Einflüsse von sich fern halten kann und um so länger man dies ausführt, um so intensiver kann man auch die inneren Vorgänge wahrnehmen. Das Extrem liegt somit in der völligen Abgeschiedenheit und das für viele Jahre, wie ich dies praktiziert hatte, um ein derartiges Bewußtsein hervorbringen zu können.

Das Ideal erreicht man
über das Ideal der Ausgewogenheit
der inhaltlichen Relationsverhältnisse seines Seins.

Wer sich einmal umfangreicher mit rein Imateriellem beschäftigt, wird feststellen, daß die grammatikalische Gegebenheit den Entwicklungs-, wie auch Erkenntnisstand darüber widerspiegelt und darlegt, daß dieser Bereich noch völlig unausgereift ist und sich aufgrund dessen alleine schon äußerst komplex stellt. Maßgebliche Einwirkung auf die Hemmung der Entwicklung besteht aufgrund des provokanten Auftretens und der Manipulation des absoluten Materialismus/Monismus/Dualismus, welcher bestrebt ist, sämtliches Sein entsprechend ihrer Ideologie darstellen zu wollen. Das Wollen ist dabei maßgeblich, denn weder unser generelles Sein, wie auch unsere kulturelle Sprache entsprechen dem und lassen sich auch nur beschränkt dafür mißbrauchen. Trotz der vielfältigen manipulativen suggestiven Gebilde wird das Sein entsprechend des Ist-Zustandes dem Bewußtsein vermittelt, ob man dies nun bewußt wahrnimmt oder nicht.

Das Überbewußtsein nimmt man
auf direkte Weise sinnlich wahr,
insofern man zwischen dem bewußten
'etwas im Sinn haben'
und denken unterscheidet.

Das ist Voraussetzung, da dies koordiniert auftritt
und wir darüber auch koordiniert das Sein wahrnehmen.

physiologisch
Empfindung/Information
wahrnehmen
(vom Gehirn kommend)
  Überbewußtsein

denken
bewußt sein
etwas im Sinn haben
 
Empfindung/Information
wahrnehmen
(vom Unterbewußtsein kommend)
mental

Dem Sinnspruch "ich denke, also bin ich" muß ich entgegnen, daß man denken kann, ohne sich dessen bewußt zu sein, worüber klar wird, daß man sich bewußt sein muß, daß man denkt, um darüber sich seines Seins 'bewußt zu sein'. Das Denken ist ein Prozeß des Überbewußtseins (nicht des Gehirns!), wohingegen das 'etwas im Sinn haben' eine im Überbewußtsein angelangte Information vom Unterbewußtsein ist. So ist der gedankliche Selbstdialog, welchen man ständig mit sich selbst führt, ein Dialog zwischen Über- und Unterbewußtsein, welcher im Überbewußtsein stattfindet.

Die Funktionalität unseres inhaltlichen Seins basiert jedoch nicht auf unserer Sprache, sondern auf mentalen und physiologischen Sinneseindrücken und so ist das, was uns innerhalb dessen vermittelt wird, primär nicht als Sprache präsent. Zu unterscheiden ist neben dem, um was es sich handelt, woher der jeweilige Sinneseindruck kommt. Schmerzen im Bein werden physiologisch über das Gehirn zum Bewußtsein geleitet, wohingegen z.B. ein 'das will ich jetzt nicht' als instinktiver mentaler Vorgang vom Unterbewußtsein oder auch als logische Schlußfolgerung vom Überbewußtsein stammt. Aufgrund der Verhältnisse des was und woher vermittelt sich die jeweilige Inhaltlichkeit selbst und aufgrund dessen läßt sich auch ermitteln, womit man es zu tun hat. Dabei handelt es sich um die wechselseitig aufeinander wirkenden Bestandteile Körper, Physiologie, Bewußtsein und Außenwelt, wobei jedoch zwischen Gehirn und Unterbewußtsein, sowie Überbewußtsein und Körper keine direkte Wechselwirkung stattfindet, sodaß Überbewußtsein und Gehirn in dem Bezug jeweils vor allem als Korridore fungieren.

         
Überbewußtsein

          Gehirn          
 
↓ ↑
denken    
bewußt sein
etwas im Sinn haben
 
mentale
Sinne
    ←    
physiologische
Sinne
 
Instinkt   körperlicher Schmerz
↓ ↑
 
Unterbewußtsein

          Körper          

Maßgeblich ist hierfür die Beobachtung der Handlungen seiner selbst, denn darüber vermitteln sich weitere Inhalte unseres individuellen Seins. Gerade die persönlichkeitsspezifischen Merkmale (Entitäten) treten vorwiegend darüber hervor und somit kann man im Verlaufe gewisser Zeitspannen hinweg eine Bandbreite von Inhalten sich vor Augen führen, welche uns reichhaltige Informationen liefern über unsere mentale Beschaffenheit.

Die Deklaration

Was die Deklaration der substanziellen Gegebenheiten betrifft, so besteht dies für das Bewußtseinsverhältnis bereits. Das Bewußtsein ist eine mentale Substanz und die Inhaltlichkeiten sind Mentalitäten und mentale Vorgänge.

Da das bewußte Sein nur Ausschnitte des Seins uns vermittelt und hierin Maßstab ist, so haben wir es diesbezüglich neben der Unterscheidung der drei Substanzen mit sieben weiteren zu differenzierenden Bestandteilen zu tun: der Gesamtheit der Inhaltlichkeit des Unterbewußtseins, der Gesamtheit der Inhaltlichkeit des Überbewußtseins, der Gesamtheit des Seins, das was uns über das bewußt sein bewußt ist, das was uns über das bewußt sein nicht bewußt ist, die Relation dessen, was uns inhaltlich bewußt oder nicht bewußt ist, sowie die Relation dessen, wieviel uns quantitativ wie auch qualitativ bewußt oder nicht bewußt ist. Die drei Bestandteile Unterbewußtsein, Überbewußtsein und bewußt sein drücken für sich somit die jeweilige Inhaltlichkeit für sich selbst aus und die jeweiligen Relationen sind entsprechend dem Kausalitätsverhältnis als Zusatz zu fassen.

Im 6./7. Schuljahr wurde mir in meinen Deutschaufsätzen als Fehler rot angestrichen, daß ich meine darstellenden Sätze mit ICH begonnen hatte. Diese Ich-Positionierung als aktiv betrachtendes Subjekt ist jedoch der Ausgangspunkt, sowie das Fundament des sich seiner selbst bewußt sein (Selbstbewußtsein) und die Anwendung, wie auch das Behaupten dessen nach außen hin bedingt als Objekt das ICH zur Anwendung der persönlichen Kapazität an Fähigkeiten, Erfahrungen/Erinnerungen und weiteren Inhaltlichkeiten aus dem Unterbewußtsein. Somit hat das Selbstbewußtsein zwei zentrale Inhaltlichkeiten, neben dem bewußt sich selbst wahrzunehmen, was generell durch das bewußte Sein ausgedrückt wird, das Ich-selbst inhaltlich bewußt wahrzunehmen und dieses bewußte Sein auch nach außen hin dementsprechend umzusetzen.

Jörg Lenau
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