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David Hume

An Enquiry concerning Human Understanding .. (1748 - Reprint 2007)

"Hence we may discover the reason, why no philosopher, who is rational and modest, has ever pretended to assign the ultimate cause of any natural operation, or to show distinctly the action of that power, which produces any single effect in the universe. It is confessed, that the utmost effort of human reason is, to reduce the principles, productive of natural phaenomena, to a greater simplicity, and to resolve the many particular effects into a few general causes, by means of reasonings from analogy, experience, and observation. But as to the causes of these general causes, we should in vain attempt their discovery; nor shall we ever be able to satisfy ourselves, by any particular explication of them. These ultimate springs and principles are totally shut up from human curiosity and enquiry. Elasticity, gravity, cohesion of parts, communication of motion by impulse; these are probably the ultimate causes and principles which we shall ever discover in nature; and we may esteem ourselves suciently happy, if, by accurate enquiry and reasoning, we can trace up the particular phaenomena to, or near to, these general principles. The most perfect philosophy of the natural kind only staves off our ignorance a little longer: As perhaps the most perfect philosophy of the moral or metaphysical kind serves only to discover larger portions of it. Thus the observation of human blindness and weakness is the result of all philosophy, and meets us, at every turn, in spite of our endeavours to elude or avoid it."

Zur Kontrastierung seiner Grenze des Erlangbaren, auch einmal mein Bildnis, welches sich mir maßgeblich über die reine Inbetrachtziehung der atomaren Beschaffenheit ergab, gemäß dem es die Physik darlegt. Hierin ergab sich mir primär die sich darüber aufweisende Leere gegenüber Form und Struktur. Ich ersah in einem Stuhl und Tisch mich mit dem Sachverhalt konfrontiert, wie aus dem reinen Atomverhältnis überhaupt ein solches sein kann, da dies die Form doch gar nicht beinhaltet, nur einzelne Atome sind, derer es eines solchen entbehrt. Überhaupt verdeutlichte sich mir darüber auch, daß es des Abstrakten bedingt, um Verhältnisse des Daseins sich als solche überhaupt vorstellen zu können, wohingegen das wahrnehmende Erleben wiederum seine eigene Art an Abgrenzungen erfährt. So sind uns auch die viereckigen Gebäude und Gegenstände grundsätzlich über die Abstraktion zwar Gegebenes, hingegen erfahren diese aber auch eine Abgrenzung gegenüber ihrer Unnatürlichkeit (was Hundertwasser demonstrativ verdeutlichte). Gleiches erfahren wir über die Farben, denen gegenüber wir in der Beschäftigung damit ein klares Abtrennungsverhältnis erfahren zwischen natürlichen Farben und den Künstlichen, worin wir gar zwischen organischen und mineralischen Farben die Unterscheidung ersehen. Es verhält sich darin, wie zwischen Welten stehend. Und während sich ein Stuhl/Tisch in einem Wald als absonderlich stellt, so wirkt hingegen eine Pflanze in einem rein viereckigen Raumverhältnis als eine Bereicherung.

Grundsätzlich erfahren wir hierin jedoch rein ein Verhältnis von Prinzipien. Nicht die quantitativer Stückwerke des Einzelnen, sondern gemäß Strukturen, so wie wir es in den Formen erfahren, worin sich das Dreieck als eine Gegebenheit, hingegen sich gegenüber dem Viereck unterscheidet. Es ist nicht das Dreieck, welches darin die Grundlage bildet, sondern seine vollendete Form, worüber sich ein Solches vermittelt, sodaß hierin gar nicht maßgeblich ist, ob es sich um ein Drei- und Viereck handelt. Dieses Verhältnis tritt erst sekundär auf. Wir erfahren es auch in der Sprache, welche wir uns dem gemäß bilden, worin der Begriff eine bezugnehmend Bedeutung erfährt, sich sein spezieller Inhalt jedoch vor allem auch über seine Abgrenzung und Unterscheidung zu anderem bildet (was leider weitläufig nicht derart seine Anwendung findet). Grundlage ist hierin, was ich über die substanzielle Beschaffenheit des Seins beschreibe, daß nämlich das Jeweilige nicht aus sich selbst heraus ist und somit kann eine reine Inbetrachtnahme des Jeweiligen für sich generell nicht zum Nachvollzug dessen führen. Somit kann aus dem reflektiven Verhältnis heraus ein Eins-zu-Eins-Verhältnis des Seins gar nicht erfolgen (trotz der allgemeingültigen Präsenz es man doch zu erlangen sucht). Gerade die unendliche Vielzahl an geistigen Abstrahierungen des Seienden führen letztendlich mehr davon weg, als daß sie sich dem tatsächlich nähern. Im Gegensatz zu Hume's Ausführung ersehe ich darin einen ganz anderen Aspekt, daß man nämlich vor lauter Quantität an Erfordernis der Reduzierung der Prinzipien, nicht diese geordnet sondiert bekommt, aufgrund des Mißverhältnisses der darin begründeten Prinzipien, sondern willkürlich mal diese, mal jene aussondiert werden, ohne auch nur das zugrundelegende Ordnungssystem überhaupt in seinem Bestandwesen zu ersehen.

Maßgeblich ist hierin, was sich mustergültig über das Sehen der Augen darbietet. Das Sichtfeld erfährt hierin eine Fokussierung, worin von der Klarheit des Zentrums des Sehfeldes hin zum Äußeren gleichermaßen wie auch gegenüber des Fokussierenden der Entfernung sich dies verliert. Betrachtet man sich ein größeres Bildnis, so bedingt es einer entsprechenden Entfernung, um es als Ganzes überhaupt ersehen zu können, wobei man dieses Zentrierungsverhältnis darin erfährt und somit auch keine Schärfe der Erfassung im Ganzen erfolgen kann, gemäß dem auch dies eines stückweisen abtastens bedingt, um seine Ganzheit klarer hervortreten zu lassen. Hingegen bedarf es für die Details der entsprechenden Nähe der Inbetrachtnahme, worüber wiederum das Außerhalb dessen nicht heraus ersichtlich ist. Grundsätzlich ist der Mensch nicht dazu eingerichtet, das hervorzubringen, was man gemäß Hume's Beschreibung zu erlangen sucht, weder über die Wahrnehmung, noch über die Vorstellung, worin es sich nämlich gleichermaßen verhält, da ja doch die Vorstellung über die Wahrnehmung derer hervortritt. Gegenüber Hume ersehe ich somit im Bestreben der Reduktion zwar ebenfalls sein ausführendes Mißverhältnis, vor allem aber das der Bezugnahme, welches sich nämlich auf die angebliche Beschaffenheit des Geistes (und somit der Erinnerung) bezieht und nicht auf die Wahrnehmung, worüber dies doch hervortreten muß, um als solche in Erscheinung zu treten. Man betrachte hierzu einmal die Wissenschaft, welche die Detaillierung fachlicher Spezifizierung bis ins Uferlose betrieben hat und letztendlich darin gefangen ist, daß nicht nur die diversen Fachbereiche überhaupt nicht mehr miteinander kommunizieren können, sondern jegliche Vermittlung zwischen diesen und Außenstehenden gar nicht möglich ist. Man führt dies weiterhin noch vor Augen, was diesen ersichtlich ist, jedoch kann es tatsächlich doch kein anderer auch nur annähernd nachvollziehen. So wie diese in ihrer Spezialisierung gar keinen Bezug mehr zu Anderen überhaupt selbst herstellen können.

Gemäß dem Verhältnis der regulären Gegebenheiten, trifft man es bei mir auch derart an, daß ich meine Ausführungen auf zwei elementare Bestanteile hin fokussiere, die Unterscheidung der bewußten Wahrnehmung des Bewußtsinnes gegenüber der projizierenden Vorstellung des Geistes und das Grundprinzip substanziellen Seins miteinander zu vermitteln. Über die regulative Inbetrachtnahme dieser beiden Bestandteile zum jeweiligen Bezugsverhältnis bringe ich ein musterhaftes quantitatives Aufzeigen auf. Der entscheidende Aspekt hierin ist, daß die Natur des Seins rein qualitativ ist und somit eine quantitative Inbetrachtnahme für sich gar nicht das Sein aufzeigt, sondern einzig eine Abstrahierung dessen. Darum auch mein grundlegender Verweis auf das bedingende Erleben des Aufzeigenden. Grundsätzlich hat man es in unserem regulativen Verhältnis von Wahrnehmung und Vorstellung einzig mit Abbildern zu tun. Sie sind nicht das jeweilige Sein selbst. Um somit das Jeweilige selbst effektiv zu erfahren, bedingt es eines Hineinversetzens. Und gerade dazu bedingt es einer speziellen Hinführung, da in unserer kulturellen Gegebenheit dies nicht Bestandteil der Handhabe ist. Wie es sich damit verhält, erfährt man vor allem über des Menschen fehlenden Bezug zum Selbst. So ist mein Gestalten auch darauf eingerichtet, den erforderlichen Weg zu leiten, damit es sich darüber ergibt. Das Sichten des Seins aus dem Selbst heraus.

"Each solution still gives rise to a new question as diffcult as the foregoing, and leads us on to farther enquiries. When it is asked, What is the nature of all our reasonings concerning matter of fact? the proper answer seems to be, that they are founded on the relation of cause and effect. When again it is asked, What is the foundation of all our reasonings and conclusions concerning that relation? it may be replied in one word, Experience. But if we still carry on our sifting humour, and ask, What is the foundation of all conclusions from experience? this implies a new question, which may be of more diffcult solution and explication. Philosophers, that give themselves airs of superior wisdom and suffciency, have a hard task, when they encounter persons of inquisitive dispositions, who push them from every corner, to which they retreat, and who are sure at last to bring them to some dangerous dilemma. The best expedient to prevent this confusion, is to be modest in our pretensions; and even to discover the diffculty ourselves before it is objected to us. By this means, we may make a kind of merit of our very ignorance."

Ein wahrlich elementarer Bestandteil, welcher jedoch aus Vorigem heraus hervor geht. In meiner anfänglichen Entwicklung wurde dies der Grundstein meiner Erkenntnisse. Ausgehend von der Erfahrung, daß die Fragen nicht zu den 'Ursachen' führen, die es zu ergründen gilt, war es vor allem der Umstand, daß die Beantwortung von Fragen nur noch mehr Fragen aufwerfen. Meine praktische Anwendung änderte ich dem gemäß, daß ich mich fortan nur noch den verfügbaren Antworten aus den praktischen Erfahrungen zuwandte, um mir daraus weiterführende Erfahrungen zu begründen. Hieraus ergibt sich gegenüber der quantisierenden Verlustigung vor allem auch quantitativ Konstruktionelles.

"In reality, all arguments from experience are founded on the similarity, which we discover among natural objects, and by which we are induced to expect effects similar to those, which we have found to follow from such objects. And though none but a fool or madman will ever pretend to dispute the authority of experience, or to reject that great guide of human life; it may surely be allowed a philosopher to have so much curiosity at least, as to examine the principle of human nature, which gives this mighty authority to experience, and makes us draw advantage from that similarity, which nature has placed among different objects."

Gerade hierin steckt mein zentrales Argument, daß man kein Seinsverständnis erlangen kann, ohne Selbstverständnis. Das Sein und das Selbst in Erfahrung zu bringen, erwiesen sich mir als unabdingbares Miteinander, die Aufklärungen gingen hierin Hand in Hand vonstatten und erlangten ihr endgültiges Einheitswesen letztendlich in der Erfahrung, daß ich nicht nur Bestandteil des Seins bin, sondern das Sein auch in mir ist, sodaß sich hierin die Beschäftigung mit dem Selbst und dem Sein seitdem auch gänzlich als Einheit stellt. Betrachtet man dem gegenüber das allgemein bestehende Bezugsverhältnis zum Selbst, worin man dieses gar außen vor stellt, fragt sich, wie das Sein, welches sich diesen als Seiendes erweist, überhaupt sein kann. Der ausschlaggebende Punkt hierin ist, daß die 'inhaltliche' geistige Vorstellung kein reales Sein ist und somit beides auch bei völligem Widerspruch im Miteinander sein kann, ohne auch nur einen Widerspruch darin aufzuweisen.

"But here it may be proper to remark, that though our conclusions from experience carry us beyond our memory and senses, and assure us of matters of fact, which happened in the most distant places and most remote ages; yet some fact must always be present to the senses or memory, from which we may ?rst proceed in drawing these conclusions. A man, who should ?nd in a desert country the remains of pompous buildings, would conclude, that the country had, in ancient times, been cultivated by civilized inhabitants; but did nothing of this nature occur to him, he could never form such an inference. We learn the events of former ages from history; but then we must peruse the volumes, in which this instruction is contained, and thence carry up our inferences from one testimony to another, till we arrive at the eye-witnesses and spectators of these distant events. In a word, if we proceed not upon some fact, present to the memory or senses, our reasonings would be merely hypothetical; and however the particular links might be connected with each other, the whole chain of inferences would have nothing to support it, nor could we ever, by its means, arrive at the knowledge of any real existence."

Hierin spricht dieser genau den Aspekt aus, den ich bezüglich des metaphysischen (über das Wahrnehmbar Hinausgehende) vermittle, daß es der Bewahrung des Bezuges zum Wahrnehmbaren bedingt, um nicht in der Spekulation zu enden. Dies gilt jedoch als genereller Grundsatz: das Verhältnis von Wahrnehmung und Vorstellung daraufhin einzurichten, daß die Vorstellung im Bezugsverhältnis der Wahrnehmung gewahrt bleibt.

"What then is the conclusion of the whole matter? A simple one; though, it must be confessed, pretty remote from the common theories of philosophy. All belief of matter of fact or real existence is derived merely from some object, present to the memory or senses, and a customary conjunction between that and some other object. Or in other words; having found, in many instances, that any two kinds of objects, ?ame and heat, snow and cold, have always been conjoined together; if ?ame or snow be presented anew to the senses, the mind is carried by custom to expect heat or cold, and to believe, that such a quality does exist, and will discover itself upon a nearer approach."

Genau so ist es. Es bedingt einer völligen Neuordnung der Gegebenheiten, gemäß den 'Einheiten', wie wir sie über den natürlichen Zustand erfahren. Und gerade an diesem Punkt verliert dieser dann auch den Faden und gelangt darüber zwar angeblich von der Spekulation weg, jedoch hin zum Glauben. Oder konkreter ausgedrückt, zur Erfordernis des Glaubens, denn im Verhältnis von Schnee und Kälte befindet er sich bereits wieder in der Assoziation, welches 'für sich' nicht das bedingende Grundmuster aufweist. Ich möchte hierzu einmal das Prinzip des generellen Miteinanders im Sein einbringen, welches sich über die Gemeinsamkeiten, Ergänzungen und Widersprüche gestaltet. Damit verbunden ergibt sich somit auch die Präsenz des Seins und was liegt da näher, als es gemäß dem in Betracht zu ziehen und zu ordnen? Tatsächlich findet dies doch auch weiträumig statt, nur halt nicht in diesem expliziten Bezugsverhältnis. Mir ist es zur Leitlinie geworden, denn das Prinzip zeigte sich aus den detaillierten Erfahrungen heraus, gemäß dem sich die Prinzipien des Seins generell zeigen, insofern man seinen Horizont darin ausbildet. Die Natur des Seins sich selbst beschreiben zu lassen, erweist als der einzige effektive Weg. Da braucht es keiner Spekulationen - im Gegenteil.

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JÖRG LENAU
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