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PRINZIPIEN DES SEINS

Die symbiotische Weltsicht

Mit meinem ersten Buch repräsentiere ich meine Forschungsresultate über das Bewußtsein und dem Sein, dem ich meinen Lebensinhalt seit meinem 26. Lebensjahr widme. Grundlage des Ganzen wurde die Gegebenheit, daß ein Ich-Selbst nicht existiert, ohne das Sein, in dem es sich befindet, sodaß sich darüber zunächst eine getrennte, jedoch im Verlaufe auch das Einheitswesen darüber aufzeigte. Der Weg zur Klarheit gestaltete sich in Verbindung mit der Aufklärung von Widersprüchen, welche es in der Natur des Seins nicht gibt. Über die Ergründung des Bewußtseins ergab sich eine umfassende Aufklärung über dessen inhaltlichen funktionalen Bestandteile und über die Ergründung der substanziellen Gegebenheit in Verbindung mit der Funktionalität der Wahrnehmung, ergab sich ein Sichten des Seins, worin auch die substanzielle Beschaffenheit als solche die erforderliche Aufklärung erfuhr. In diesem Buch bilde ich den Erkenntnisstand meiner Forschung ab.
Die substanzielle Beschaffenheit - Bewußtsein
Hierin bringe ich den Sachstand meiner Erkenntnisse substanzieller Bewandtnisse auf den Punkt, aufgrund dessen wir mit Sichtweisen konfrontiert sind, worin unser Sein mit Trennungsverhältnissen konfrontiert wird, welche auf gravierende Weise auf das Einheitswesen einwirken. Als Ursache erweist sich die generelle Trennung des Äußeren gegenüber dem Inneren und damit verbundener Ausgrenzung des Selbst, worüber der Mensch auch sich selbst gegenüber nur noch als eine Veräußerlichung in Erscheinung tritt. Maßgeblich ist hierin, daß das Handlungswesen aus den Wirkungsverhältnissen heraus reflektiv stattfindet und somit der Mensch darüber der Willkür unterliegt, ohne das erforderliche Gestaltungswesen seines Selbst handhaben zu können. Weiteres zum Buch und Inhalt erfährt man über meine Homepage
Die substanzielle Beschaffenheit - Bewußtsein
In meiner folgenden Fassung, welche ich hier gemäß seiner Entstehung gestalte, geht es um die Details der Gegebenheiten. Elementar ist hierin das funktionale Konstrukt des kollektiven Daseins - des Selbst und des Seins - dem gegenüber ich den kulturellen Verlauf aufzeige, worin es ungeachtet dessen zu einem ausgrenzenden und zentralisierenden Verhältnis gekommen ist. Damit verbunden bilde ich auch das Spezifische der Verbindungslinien und Unterscheidungen ab, gemäß dem wir mit diesem Zwiespältigen erlebensgemäß konfrontiert sind, sodaß über das Verständnis der Funktionalität sich das Sichten der Gegebenheiten richtet. Als gravierend erweist sich hierin die Unverhältnismäßigkeit gegenüber den inneren Sinnen, basierend auf dem Mißverhältnis gegenüber der Wahrnehmung, worin selbst Wahrnehmung und Vorstellung nicht die präsente Differenzierung erfährt.
Das Sein erfahren wir über die Wahrnehmung der Perspektivenschauen der äußeren und inneren Sinne, koordiniert hervortretendend als Bewußtwerdung über den Bewußtsinn, in Verbindung mit den geistigen Projektionen aus der Erinnerung, worüber sich unser reflektives Verhältnis zum Einheitswesen des Seins ergibt.

Da ich meinen Werdegang die ersten beiden Jahrzehnte ohne die Vorlagen von Lehren praktizierte, sie gar als die Verursacher meiner Mißverhältnisse erkannte, waren sie mir auch generell nicht ins Auge gefaßt. Hingegen war mir im Verlaufe die Sprache zu einem Werkzeug geworden, um mir spezifizierende Klarheiten zu verschaffen. Erst im Bestreben, anderen das Meinige zu vermitteln, ergab sich mir die unausweichliche Notwendigkeit, mich mit den diversen Lehren und Ideologien zu beschäftigen, da sie mir unausweichlich als dogmatische Hemmnis gegenüber stehen, die es zu überwinden gilt. Hiermit begann das systematische Ergründen der diversen Entwicklungen und den Hintergründen deren Präsenz. Zunächst im Groben rückwärts gehend bis zu den alten Griechen, bin ich seitdem auch dabei, die Details 'zu hinterfragen', was es damit auf sich hat, daß ich primär mit einer solchen Unkenntlichkeit und sekundär mit der sich aufweisenden Widersprüchlichkeit gegenüber meinem Aufbringen überhaupt konfrontiert bin. Mittlerweile ersehe darin auch, daß es sich gleichermaßen aufklärt, wie die Natur des Seins, nämlich im Verhältnis des Daseins von Gemeinsamkeiten, Ergänzungen und Widersprüchen, sodaß ich dies auch ganz bewußt mit einbinde in meine Darstellungen, da es letztendlich darum geht, das Sein im Sein in Einklang zu bringen und sich darüber wiederum aufzeigt, wie es sich damit verhält. Des weiteren ersehe ich es auch als ein hilfreiches Mittel, um anderen das Meinige über vorstellungsgemäße Sprachkenntnisse näher zu bringen, dessen es letztendlich zwar des Erlebensinhaltes, primär jedoch der kommunikativen Hinleitung bedingt. Zum Anderen ist von mir die Quantität gar nicht aufzubringen, derer es bedingt, um meine aufbringenden Prinzipien in ihrer Vielfalt der Anwendung darzubieten, gemäß dem ich mich auch grundsätzlich dem Ergründen des Qualitativen verschrieben habe. Es gibt vielfältige Fragmente, worin mein Aufbringen enthalten ist, jedoch nicht aus diesen Blickwinkeln seine Erachtung findet. Gerade darüber erfährt es aber auch die Ausweitung der bezugsverbundenen Klarheit (auch für mich selbst).

Gemeinsamkeiten & Ergänzungen ↔ Widersprüche

Hier auch einmal ein Tip für Diejenigen, welche sich für die alten Originale interessieren, zu denen ich jeweils auch per Link verweise: zum Erlesen der Frakturschrift bedarf es nichts anderes, als diese zu 'erlesen', denn bis zurück ins 16. Jh. ist die deutsche Sprache nicht sonderlich anders (in diesem Bezugsverhältnis), sondern maßgeblich ist es das Schriftbild. Die Fraktur basiert auf der mit Feder gezeichneten kalligraphischen Schrift, gegenüber der römischen in Stein gemeißelten Keilschrift und deren Präsenz als solche hat NICHTS mit der Nazizeit zu tun. Viele der Buchstaben sind auch nicht sonderlich anders in ihrer Grundgestalt, sodaß man beim Lesen zunächst einmal das liest, was lesbar ist und systematisch dann über den Inhalt die jeweiligen unlesbaren Buchstaben ergänzt. Mit der Zeit werden dann automatisch auch diese Buchstaben erkenntlich. So weit es mir möglich ist, verwende ich auch generell die Originalschriften, denn wie mir meine Erfahrung aufzeigt, so gibt es nur sehr wenige 'Interpreten', welche überhaupt das Original gemäß des Aufgebrachten wiedergeben, hingegen ihr Eigenes, weitläufig gar höchst willkürlich dort hinein interpretieren, was weitläufig zu völligen Verfälschungen geführt hat. Generell sind Worte und Aussagen niemals identisch mit dem Original, insofern beides nicht identisch ist, worüber es sich auch als Interpretation davon differenziert. So bringe ich hier auch bewußt das Original, Zitate daraus, sowie auch das, was sich mir darüber vermittelt, im Kombinat miteinander auf (soweit mir der Zugriff darauf gegeben ist - dem gegenüber ich jedoch einzig der deutschen und englischen Sprache mächtig bin), sodaß man sich dies auch entsprechend vor Augen führen kann. Mein Fokus liegt hierin vor allem darauf, wie die jeweilige Erkenntnis zustande kam, denn darüber zeigen sich die Leitlinien, welche ihre Umsetzungen erfuhren. Man bedenke auch, daß die Gegenwart 'als Resultat' der Vergangenheit einher geht und sich somit 'das kausale Sein' der Gegenwart auch einzig in Verbindung mit der Vergangenheit in Erfahrung bringen läßt. Auch dies ist ein grundlegender Bestandteil unseres Seins und somit bedingt es auch diesem seine besondere Aufmerksamkeit zur Erkenntnis seiner selbst.

Was ich als zusätzliche Erläuterung einbinde, bezieht sich vom Urgrunde her auf den Sachstand, warum man ein solches Sichten gemäß dem Meinigen nicht derart praktiziert, obwohl es sich mir als das reguläre Funktionswesen aufweist, gemäß dem der Mensch eingerichtet ist. Als Kern dessen erweist sich die erforderliche Inbetrachtziehung der bewußten Wahrnehmung in Abgrenzung zur geistigen Vorstellung und so gilt es mir aufzuzeigen, was es damit auf sich hat. Der sekundäre Aspekt ist, daß ein Wahrnehmungsinstrument sich selbst nicht wahrnehmen kann, ohne daß es reflektiert wird (eine Kamera kann sich selbst nicht fotografisch abbilden, ohne ein reflektierendes Spiegelbildnis). Wie ich aufzeigen werde, so nimmt man weitläufig einzig das Reflektierte/Bewußtsein, jedoch nicht die Hervortretung/Bewußtwerdung wahr. Das Kombinat dieser beiden Gegebenheit sind der Kern der verzwickten Angelegenheit. Darin sieht man nämlich einzig die Spiegelbildnisse, nicht jedoch die Präsenz des Selbst. Um dies zu erlangen, bedingt es, das Selbst zu ersichten aus dem jeweiligen Selbst heraus, sodaß sowohl als auch darüber ersichtlich wird. Wie ich aufzeigen werde, so praktiziert man dies, ohne sich im Klaren zu sein, daß das Spiegelbildnis nicht das Selbst ist und dies darauf basiert, daß man das Selbst nicht (er)kennt.

Sein & Wahrnehmung ↔ Vorstellung

Einleitend das Prinzip in seinem Verhältniswesen: das objektive Ersichten eines (hausgroßen) Würfels ist von einem Punkt aus in keiner Weise zu erlangen, egal von wo aus man diesen in Betracht zieht. Selbst von zwei relativ gegenüberliegenden Punkten ist dessen Dreidimensionalität nicht endgültig ersichtlich. Erst ab einem Verhältnis eines Dreiecks ergibt sich das Sichten seiner dreidimensionalen Präsenz. Gemäß dem Prinzip resultiert die Objektivität aus der Summe subjektiver Betrachtungen. Die Ersichtung des Würfels findet hierin jedoch einzig von außen statt, worüber das Innere nicht ersichtlich ist. Nimmt man hingegen die Betrachtung dessen von innen vor, ergibt sich ein ganz anderes Bildnis, welches in keiner Weise dem Äußeren gleich ist. Es sind zwei völlig unterschiedliche Wirkungsverhältnisse (Seinsverhältnisse!). Der maßgebliche Unterschied hierin: das jeweilige Selbst ist einzig aus diesem selbst heraus in seinem Eigenwirken ersichtlich (der Präsenz seines Selbst!), wohingegen man im Äußerlichen einzig reflektivende Wirkungen erfährt. Hierauf basiert auch das Differenzierungsverhältnis unseres eigenen Innen- und Außen(er)lebens. Betrachtet man sich selbst aus seinem Innenerleben heraus, erfährt man ein völlig anderes Ersichten, als über die Außenbetrachtung. Entscheidend hierin ist, daß man in seinem Selbst grundsätzlich über beide Perspektivenverhältnisse verfügt, da wir für beiderlei Verhältnisse sinnengemäß eingerichtet sind und somit auch mit einer inneren und äußeren Wahrnehmung. Nachfolgend hierzu einmal die Verbildlichung des differenzierenden Wirkungsverhältnisses. Die Kugel repräsentiert das zugrundeliegende Seinsverhältnis des Selbst.

Würfel

Eine Erkenntnis der alten Griechen lautet, daß in einer handvoll Sand die gesamte Weisheit steckt. Dies verfolgt man dem gemäß in der Philosophie in Anbetracht des Haufens und in der Physik in Anbetracht des Einen. Weder noch bildet jedoch das Sein ab, wie es ist, sondern es bedingt der Inbetrachtziehung des Selbst in seinem Verbundverhältnis mit dem Ganzen. Die Kugel entspricht dem Selbst und das Bildnis dem Wirkungswesen des Seins. Es ist, so wie es ist, den Sinnen ersichtlich.

Selbst & Sein ↔ Wirkung(sverhältnis!)

Warum nicht nur die Physikalische, sondern auch die philosophisch-psychologische Inbetrachtziehung von ihrem Grundprinzip her einzig eine Außenperspektivische ist, gilt es mir vorab darzulegen. Es handelt sich hierbei nämlich keinewegs darum, daß man keine Erforschung aus dem Inneren heraus praktiziert (im Gegenteil, wie ich aufzeigen werde), sondern beruht darauf, daß man auch darin einzig Ersichtungen im Verhältnis des Geistigen in Betracht zieht (und somit Spiegelbildnisse). Der Geist ist nicht das Wahrnehmende, sondern dieser projiziert die hervortretenden Vorstellungen aus der Erinnerung. Hingegen findet die bewußtwerdende Wahrnehmung abseits dessen über den Bewußtsinn statt, gemäß dem das Innere überhaupt in der Fülle seiner Präsenz ersichtlich wird, wie es sich mir aufzeigt. Die Unterscheidung kann man obigem Schaubild entnehmen. Meine Unterscheidung der Inbetrachtziehung ist vor allem auch eine substanzielle, worüber die präsenten mentalen Organe des Über- und Unterbewußtseins ihre erläuternde Beschreibung erfahren. Die Erachtung der funktionalen Präsenzen bildet hierin den Grundstock. Diese selbst werden über die Wirkungspräsenz ersichtlich - sind Wirksubstanz, hingegen keine physikalisch (den Augen) Ersichtliche. Das Unterbewußtsein, welches gleichermaßen wie das Überbewußtsein bei mir seine Erläuterung der Funktionalität erfährt, ist darüber hinaus einzig derart ersichtlich, insofern man die Funktionalität der Überbewußtseins dem gemäß in Betracht zieht und handhabt.

Außenperspektive  ←   Innenperspektive    →   Außenperspektive
Philosophie/Psychologie, Wissenschaft und das Meinige im Nebeneinander

Im nachfolgenden Schaubild einmal die Gegebenheit der Präsenz, wie sie sich mir bezüglich dieses Teilausschnittes aufweist: die Bewußtwerdung findet über den Bewußtsinn statt, welche damit verbunden auch zum Erinnerungswesen gelangt. Aus der Erinnerung heraus erscheinen dessen Inhalte projiziert im Geist, was wiederum vom Bewußtsinn wahrgenommen wird. Elementar ist darüber hinaus die Zweiseitigkeit des Wahrnehmungsverhältnisses des Bewußtsinns, sodaß man regelrecht in zwei Richtungen blickt und in Verbindung mit dem Zirkelwesen im Verbund mit der Erinnerung und dem Geist ergibt sich auch diese absondernde Betrachtungsweise. Elementar hierin: nicht nur der Bewußtsinn selbst, sondern auch das Unterbewußtsein tritt hierin einzig als relativ unersichtliches Unterbewußtes in Erscheinung, da neben der Richtungsorientierung im Verhältnis geistiger Projektionen einzig Ver(sinn)bildlichungen hervortreten, sodaß das Empfindungs- und Gefühlswesen über diese Blickrichtung auch nicht in Erscheinung treten kann. Um dies ebenfalls ersichtlich werden zu lassen, bedingt es somit der einzurichtenden Aufmerksamkeitsteuerung auf diese beiden Richtungswesensarten.

Bewusstsinn

Während sich mir die Bandbreite der inneren Sinnes- und Funktionsorgane gemäß obigem aufzeigenden Differenzierungsverhältnis in seiner regulären Präsenz aufweist über die Inbetrachtziehung über den Bewußtsinn, ersieht man im philosophisch-psychologischen Bezugsverhältniss weitläufig einzig einen Geist(-bezug), wohingegen man im Physi(kali)schen sogar noch nicht einmal diesen ersichtet, sondern einzig die äußeren (physischen) Sinnes- und Funktionsorgane, gemäß deren funktionaler Einrichtung, sodaß darüber auch die innere funktionale Einrichtung nicht ersichtlich ist. Dies basiert auf dem Verhältnis des rein Objektiven. Dies kann einzig in Anbetracht des wahrnehmenden Subjekts und somit im Verbundskonstruktes des Bewußtsinns stattfinden, worüber einzig sämtliche Perspektiven in Erscheinung treten. Hierüber kann man sich die stufen- und richtungsweisende Ausgrenzung vor Augen führen. Es ist somit aber auch kein Sachstand des Könnens, sondern einzig eine Sache der ermessungsmäßigen Erachtung, wie ich über die diversen aufzeigenden Autoren darlegen werde, denen die Sichtung sehr wohl 'in Erscheinung tritt'. Es wird nämlich (funktional bedingt zwangsläufig) ebenfalls ersehen, jedoch erfährt es nicht seine erforderliche Erachtung der Präsenz der Perspektiven. Dem gegenüber handelt man hierin 'allgemein' gemäß der Vorstellung, daß man einzig das erscheinende Bildnis im Auge wahrnehmen würde - von einem fixen Standort aus, wobei wir doch gerade über das Sehen erfahren, daß dem nicht so ist. So sind es auch die Augen, über welche das Sehen des Äußeren stattfindet, hingegen tritt das Ersehen dessen über die Bewußtwerdung im Inneren hervor und ist auch nicht auf das Auge, sondern das Ersichtliche hin ausgerichtet. Gleiches gilt für sämtliche Sinne, daß über diese die Wahrnehmung anteilsmäßig über das Aufnehmen von Wirkungen und weiterleiten stattfindet, hingegen alles miteinander in Einem hervortritt: der bewußtwerdenden Wahrnehmung. Dem gegenüber können die Augen, wie sämtliche Sinne, selbst nur hervorbringen, was diesen in ihrer Eigenart ersichtlich wird, sodaß diesen selbst die Bewußtwerdung nicht ersichtlich werden kann. Unser Konstrukt ist generell auf ein Innen- und Außen(er)leben hin eingerichtet, sodaß man dem gemäß auch die Scheidung von inneren und äußeren Sinnen antrifft. So gilt es mir vor allem aber auch, die Präsenz dieser Sinne zu vermitteln.

Unterbewußtsein & Überbewußtsein ↔ Physis

Als maßgeblich bezüglich meiner Entwicklung der Weite und Qualität der Ersichtungen erweist sich meine ausgiebige Beschäftigung der ersten beiden Jahrzehnte mit den mentalen Veranlagungen des Unterbewußtseins, dem gegenüber ich ganz speziell das Geistige und Sprachliche in ihrer Eigenständigkeit absonderte. Damit verbunden erwirkte dies mir auch das Spezifische der Unterscheidung von Empfindung, Gefühlen und Wahrnehmung zu erkennen, vor allem aber auch das kollektive Konstrukt des Ganzen aus seinem Selbstwirkungsverhältnis heraus in Erfahrung zu bringen. Erst in Verbindung mit den beginnenden Veröffentlichungen habe ich mich spezifisch mit dem Funktionalen im Überbewußtsein beschäftigt. Aus diesem Verhältnis heraus ergibt sich auch dieses sachlich-sprachliche Bündnis der Anwendung, gemäß dem sich das Über- und Unterbewußtsein in seinem Verbund als die substanzielle Beschaffenheit des Bewußtseins stellt, gemäß dem es aus der Sicht des Bewußtsinns heraus im Innern ersichtlich ist, dem gegenüber sich die statische Präsenz an Bewußtsein in Verbindung mit der Reflektion durch die geistige Projektion differenziert. Der Bewußtsinn erhielt seine Bezeichnung gemäß seiner funktionalen Präsenz als mentales Sinnesorgan (das Sinnenvermittelte wird hierüber bewußt). Es handelt sich somit um das umgekehrte Verhältnis, was man anderweitig antrifft, worin man vom Äußeren nach innen blickt und daraus das Innere beschreibt, wohingegen mein Blick vom Inneren nach außen blickt und darauf meine Beschreibungen beruhen. Hierbei meine ich primär das Ich/Selbst im Unterbewußtsein und nicht nur die Inbetrachtziehung aus Sicht des Bewußtsinns!

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Die Polarität

Im Vorfeld gilt es mir vor allem auch auf das einzugehen, was sich im Bezug auf die einsteigenden Thematiken über die diversen bezugnehmenden Autoren nicht darlegen läßt, jedoch elementar ist für das Verständnis des Ganzen: die Präsenz des Unterbewußtseins über dessen Sinnespräsenz. Gerade hierüber gerät das Ganze völlig durcheinander, da es keine Beachtung findet, jedoch bedingt es mir zur Hinführung, daß ich die erforderliche Detaillierung hinten anstelle, hingegen zunächst einmal die Kernpunkte dessen aufbringe, damit diese ihre Berücksichtigung erfahren. Maßgeblich ist hierin vor allem, daß das Ich/Selbst sich im Unterbewußtsein befindet und das Überbewußtsein 'nur' ein zusätzliches Instrumentarium ist. Es sind die mentalen Veranlagungen, welche die Triebe (das sogenannte Vegetative) beinhalten in ihrer Präsenz von Charakter, Begabung, sexueller Konstitution, sowie dem Instinkt, worüber es auch seine Umsetzung erfährt. Der Geist ist dem gegenüber nur der Reiter des Pferdes, wie es sich sinngemäß beschreibt.

Maßgeblich ist damit verbunden auch das Trennungsverhältnis von Empfindung und Gefühlen, sowie deren Differenzierung zur Wahrnehmung, was einzig im Verbundsverhältnis des Unterbewußtseins ersichtlich wird. Bei der Empfindung handelt es sich um eine reine Reizwirkung gemäß der Nervenreize, wohingegen Gefühle Reflektionen der mentalen Sinne enthalten. Es handelt sich somit um ein gleiches Verhältnis, wie man im Bezug auf die bewußtwerdende Wahrnehmung gegenüber den geistigen Reflektion erfährt - in dem Einen wird einzig die erlangte Wirkung wiedergegeben und in dem Anderen finden Verknüpungen mit der substanziellen Präsenz und daraus hervortretende Reflektionen statt. Hierin wirkt die Präsenz als Initiator (Aktiva) und Reflektor (Reaktiva), gemäß dem erfahrenden Verhältnis von Harmonie und Disharmonie und bringt darüber auch seine damit verbundene Polarität hervor. Da die mentalen Veranlagungen in ihrer Prägung beim Menschen unterschiedlich sind, sowie aufgrund der unterschiedlichen Befindlichkeit kausaler Verhältnisse, ergibt sich daraus auch das Weitere - das Relative (siehe u.a. Qualia, wie generell das, was man als Phänomen in Betracht zieht!).

Wie sich mir aufweist, besteht aufgrund dieses fehlenden Bezugsverhältnisses 'zum Selbst' damit verbunden auch kein Bezugsverhältnis zur Polarität, außer dem, ein Phänomen zu sein, obwohl sich das Selbst-Sein prinzipiell in diesem Verhältnis darlegt (es gibt kein links/rechts, hell/dunkel, kalt/warm, richtig/falsch, ... ohne ein Dazwischen - vielmehr basiert dies aufgrund des dazwischen stehens!). Dies ist jedoch Grundbedingung zur Ersichtung des jeweiligen Selbst und somit auch das Bezugsverhältnis zum Unterbewußtsein Grundvoraussetzung, da es darüber seine Umsetzung erlangt. Darin besteht der Kern der Unterscheidung zur Wahrnehmung äußerer Sinne, welche dies selbst nicht hervorbringen - diese bringen nur die Wirkungsreize hervor - nicht jedoch die Reflektion (Wahrnehmung/Empfindung ↔ Gefühle). Grundsätzlich fehlt es hierin - damit verbunden - auch der Unterscheidung von Sinnes- Wahrnehmungs- und Funktionspräsenz, worin die Organe jeweils gravierende Unterscheidungen des Funktions- und Verarbeitungsprinzips aufweisen. So trifft man auch im Bezugsfeld der Physis nicht auf die erforderliche Unterscheidung von Sinnes- und Wahrnehmungsorgan - im Gegenteil - es wird als Eines in Betracht gezogen, aufgrund dessen auch der Einblick von außen darüber verhindert wird.

Grundstock des Menschen Lebensverhältnis ist das sogenannte Vegetative. Hierin steckt das Selbst dessen autonomen Wirkwesens und damit verbunden auch das anteilige Wirkwesen, welches des Menschen individuelle Persönlichkeit ausmacht und sich darüber seine Lebensweise vollzieht. Geist und Gehirn sind dem gegenüber einzig zusätzliche Instrumentarien - der Geist (sinngemäß) nur Reiter des Pferdes, welches durch den Instinkt geleitet wird. Man achte diesbezüglich in meinen Ausführungen der Darbietungen anderer auf die Inbetrachtziehungen und man wird ersehen, daß gerade dieses Verhältnis außen vor steht und man 'darin bestrebt ist', den Geist und das Gehirn als das Zentrum menschlichen Seins zu positionieren. Im Nachfolgenden das Organisationskonstrukt, wie es sich mir aufweist. Es handelt sich hierbei um ein kollektives Einheitswesen, worin jeder Bestandteil seine ganz spezifische anteilige Funktionalität erfüllt, im Verhältnis des Einheitswesens des Ganzen. Isolierte Präsenzen existieren hierin nicht - jegliche Wirkung erwirkt hierin kollektives Wirken. So ist das Jeweilige auch einzig in Verbindung mit der Kenntnis über die spezifische Eigenart der Funktionsweise ersichtlich.

Das Organisationskonstrukt

Es bestehen hierin weiträumig sprachtechnische Probleme, das Jeweilige in seiner sich darbietenden Deutlichlichkeit zu vermitteln. Wie sich mir jedoch aufzeigt, ist dies keine neuerliche oder auch nur auf das Meinige bezogene Situation, sondern wie man im Nachfolgenden erfahren wird, haben sich schon Viele damit herumgeschlagen, daß die sprachliche Gegebenheit nicht dem aufzuweisenden Sein entspricht. Und wie man dem gleichermaßen entnehmen kann, erweist es sich als generelles Handikäp, dessen Ursachen jedoch nicht im Sprachlichen liegen, sondern im Nachvollzug des Aufbringenden. Die Sprache bildet grundsätzlich nur einen Hinweis ab und es liegt am Gegenüber, inwiefern dieser Hinweis als solcher auch die erlebenstechnische praktische Nachbildung erlangt. Gerade in der Philosophie, wo man weitläufig einzig das Geistige in Betracht zieht, ergeben sich somit aber auch die größten Schwierigkeiten damit. So wird man in meinen Ausführung dies auch in besonderer Weise berücksichtigt finden, indem ich mich so weit wie möglich auf den Pragmatismus, sowie auch dem der Autoren beziehe, welche über ihr Aufbringen hervorbringen, was seinen Ursprung des erfahrenden Erlebenswesens auch tatsächlich aufweist.

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Aristoteles' Aufbringen des koinê aisthêsis
Die sprachtechnischen Präsenzen

Aristoteles erörtert in 'De Anima' die Sinneswahrnehmungen der fünf Sinne und darüber hinausgehend die Infragestellung einer hervortretenden Wahrnehmungskraft, die nicht dem jeweiligen Sinnesorgan eigen sein kann, sowie das gebündelte Hervortreten als Einheit. Aristoteles' Schlußfolgerung ist, daß es ein weiteres, davon differenziertes Organ existieren müsse, durch welchen dieser Vorgang zustande kommt.

Das Ersehen substanziellem Seins erfüllt sich im Verhältnis der Kontrastierung, sodaß das Jeweilige umso klarer in Erscheinung gelangt, umso klarer die Kontrastierung zu dem hervortritt, was nicht dessen Sein ist. Dies trifft man damit verbunden auch in der Sprachbildung an. Das Detailwesen, um das es sich hierin dreht, nennt sich Synonymität, welches sich aus einem gemeinsamen und einem differenzierenden Teil zusammensetzt. Aristoteles hatte einst als Erster die Inbetrachtziehung des Gegenstandes aufgebracht, den ich Bewußtsinn nenne - ein Organ, über welches die koordinierte Wahrnehmung bewußt werdend hervortritt. Man betrachte sich hierin einmal, wie er dazu gelangte, nämlich über die Logik (aus dem Verhältnis des Objektiven), dessen es mir ursprünglich gar nicht dieser Art der Erörterung bedingte, aufgrund der Selbstverständlichkeit der wahrnehmenden händelnden Präsenz aus dem Verhältnis des Bewußtsinns (des Subjekts) heraus. Seine aufgebrachte Logik, die sich auf das 'von außen das Innere ermitteln' bezieht, ist jedoch im Verbund mit dem Meinigen 'aus dem Selbst heraus' elementar für das Verständnis der Funktionalität der Wahrnehmung, da das Sein über beide Bezugsverhältnisse abgebildet wird und darüber das Subjekt(ive) und Objekt(tive) beinhaltet, dem gegenüber isoliert für sich das Jeweilige nicht das Andere enthält. Über Aristoteles und Diejenigen, welche nachfolgend diesen Bezug aufbringen, kann man sich vor Augen führen, wie es sich mit diesem handhabenden Trennungsverhältnis stellt. Bis heute wird diese Gegebenheit nämlich einzig in Frage gestellt.

innere Sinne ↔ äußere Sinne
Innenperspektive ↔ Außenperspektive
Subjekt(ivität) ↔ Objekt(ivität)

Wie ich über Aristoteles' Aufbringen und dem weiteren Verlauf aufzeigen werde, so praktiziert man grundsätzlich 'rein objektive Inbetrachtnahmen' im Verhältnis physischer und geistiger Reflektionen, was sich vor allem darüber verdeutlicht, daß später auch sprachtechnisch eine dem gemäße Wandlung stattfindet vom inneren Sinn weg zum Bewußtsein. Der maßgebliche Aspekt bezüglich Aristoteles' Aufbringen ist, daß über die äußeren Sinne sehr wohl die Inneren erfahrbar sind, hingegen diese keine Ersichtung erlangen - insofern ein solches nicht in Betracht gezogen wird. Man achte einmal darauf, was für ein Umstand stattfindet, überhaupt zu dem Verhältnis dieses einen Sinnes zu gelangen, obwohl dessen Präsenz gänzlich unläugbar ist, wie später auch Descartes manifestieren wird, jedoch mißlicher Weise in dessen geistigen Bewußtseinsbezug, abseits des Bewußtwerdungsbezuges, worüber dann auch der Wandel der Perspektivenbetrachtung stattfand, sodaß ich hierüber auch darlege, was es mit deren anwendenden Trennungsverhältnis auf sich hat.

Zu Aristoteles' sprach-sachtechnischen Aufbringen: die begriffliche Herkunft des 'koiné' basiert auf dem, was man (All-)Gemein-, Hoch- oder auch Schriftsprache nennt (Volkssprache wäre hingegen irreführend), worin auf Grundlage der präsenten dialektischen Sprachen eine gemeinsame schriftfixierende Sprachsubstanz gebildet wurde (dem gegenüber Fachsprachen sich aus diesem Verhältnis heraus wiederum zu dialektischen Verhältnissen herausbilden!). Es handelt sich diesbezüglich um das Gemeinsame, teils als dem gemäß angewandt und anderweitig auch als reguläres Gemeinsames, gemäß dem sich darin auch die 'zwei Lager' der Inbetrachtziehungen spalten, gemäß dem es bei Aristoteles sein Aufzeigen fand, in innerer Sinn und Gemeinsinn. Was die Sinne betrifft, hierzu einmal Eisler's Beschreibung zum Seelenvermögen: "Nach der Lehre der Pythagoreer ist die Seele eine Tetrade von nous, epistêmê, doxa, aisthêsis (Dox. D. 278). Die Seele besteht aus nous, phrenes, thymos (Diog. L. VIII 1, 30. vgl. Stob. Ecl. I 41, 846 squ.). Nach dem PHILOLAUS-Fragment ist im Haupte der nous, im Herzen die psychê kai aisthêsis, im Nabel die rhizôsis, im aidoion die gennêsis."

Darum dreht sich nämlich Aristoteles' Abhandlung in De anima, nämlich die Seele zu spezifizieren über seinen Geleitweg der Ermittlung von Substanziellem, welches sich einerseits von dem Leblosen unterscheidet und gleichzeitig eine substanzielle Präsenz an Eigenart darin aufweist. Was man bei Aristoteles antrifft ist, gegenüber dem von anderen vorgegebenen Seienden Ausdifferenzierungen vorzunehmen, die bis dato nicht bestanden. Hierin erkenne ich die Verfahrensweise, welche auch die Meinige ist, nämlich im Verhältnis sich aufweisender Widersprüche eine solche Ausdifferenzierung vorzunehmen. Gemäß dem praktizierte er dies auch im Bezug der Wahrnehmung, indem sich über den Widerspruch der Hervorbringung die aufgebrachte Ausdifferenzierung ergab. Der wesentliche Punkt hierin ist, daß dies nicht den Sachstand des daraus sich Ergebenden darüber klärt und beschreibt, sondern nur darauf hinweist, das ein solches existiert. Aristoteles hat eine ganze Reihe von solchen Erkenntnissen hervorgebracht und damit verbunden auch eine jeweilige sprachliche Spezifizierung, die jedoch weitläufig keine Begriffsneubildungen beinhalten, sondern sinngemäße Übertragungen, gemäß dem, wie man es auch bei koinê antrifft.

Die Synonyme griechischer Begriffe in diesem Bezug (in Englisch u.a. im Glossary von Simplicius: On Aristotle On the Soul .. von J.O. Urmson): koinê aisthêsis, koinâs aisthêseis, aisthanomenon, proaisthanomenon, aisthanêsthai, aisthêsis, aisthêsis/antilêpsisaisthêta, aisthêtikon, aisthêtikos, aisthêtos, aisthêtêrion, anaisthêtos, sunaisthanêsis.

Zur spezifizierenden Differenzierung der Sinnesverhältnisse bedingt es der Unterscheidung der jeweiligen Wesesart gemäß dem, worüber etwas hervortritt (das Auge [Wahrnehmungsinstrument]), auf welche Art es hervortritt (das Sehen [Wahrnehmungsvorgang]) und was es inhaltlich hervorbringt (das Ersehene [Wahrnehmungsinhalt]). Dies bildet den Kern des Gegenstandes, wobei das Jeweilige wiederum ein jeweiliges zu unterscheidendes anhängiges Verhältniswesen des Wirkwesens beinhaltet (z.B. über das Gesehene nachdenken). Das sprachliche Sehen weist dem gegenüber zweierlei Bezüge auf, sowohl sich auf den funktionalen Vorgang beziehend, wie auch auf das inhaltliche Hervorbringen ('ich sehe ...' bezieht sich auf Vorgang und Inhalt). Dies ist genereller Mißstand im Bezug auf sämtliche Sinne und basiert darauf, daß zur Zeit dessen sprachbildenden Hervorbringung noch keine solche Unterscheidung bestand und auch bis heute keine sprachtechnische Ausdifferenziertheit vollzogen wurde. Für die Erörterung der Sache selbst und somit der bewußtwerdenden Wahrnehmung durch den Bewußtsinn (innerer Sinn, ...), bedingt es hingegen zwangsläufig dieser Beachtung - dem 'was bringt es hervor' - wie generell der substanziellen Unterscheidung von Instrument, Vorgang und Inhalt. Sämtliche präsenten Gegebenheiten im Bezug des Bewußtseins, wie überhaupt dieses Substanzverhältnisses, sind einzig gemäß dieser Erachtung ersichtlich.

Hierzu auch einmal einen Auszug aus Philoponus: On Aristotle On the Soul von Richard Sorabji (2014 - Anmerkung S. 144): "Usind the participle of the verb ' to perceive', aisthamomenon, as he explains a few lines below. Aristotle is arguing from the premiss that verbs of perceiving have two uses, to the conclusion that nouns and adjectives of perceiving, aisthêsis and aisthêton, have two uses. Philoponus, whith his alternative reading, suggests he is aruing from the fact that the participle aisthamomenon, (and presumlably the adjectives aisthêtikon, akoustikon, et.) are used in two ways, to the conclusion that both the noun for the power, aisthêsis, and the verb for the exercise, aisthanesthai, are used in two ways."

Grundsätzlich gilt es, die syonymen Verhältnisse voneinander zu trennen, wie es leider nur selten anzutreffen ist - hingegen jedoch spezifiziert (gemäß seines Zeitwesens) bei Aristoteles. Diese sind: aisthêton (Wahrnehmung), aisthêterion (Sinnesorgan) und auch das aisthêtikon (Sinnesvermögen/Sinnesseele) in Abrenzung zum phantastikon (Vorstellungsvermögen), welches bereits von Plato ausgiebig seine Separierung erfuhr. Sachstand der zentralen Erörterung hierin ist die Bedingung: eines Organs, welches die Inhaltlichkeit hervor bringt und im Weiteren somit auch, um welches Organ es sich dabei handelt. Dazu bedingt es der substanziellen Differenzierung von Empfindung/Gefühle, Wahrnehmung und Vorstellung und 'welches Organ das Jeweilige hervorbringt', um es davon zu separieren, worüber alles miteinander hervortritt. Gerade Aristoteles' Aufbringen, daß es nicht das sein kann, welches seine (anteilige!) Eigenart hat, ist das Elementare hierin, um zum widerspruchsfreien und somit tatsächlichen Sein zu gelangen (gemäß dem man es [er]lebt!). Maßgeblich: es handelt sich hierin nicht nur um den Bewußtsinn, den es zu ersichten gilt in seiner funktionalen Eigenart, sondern daß überhaupt erst die funktionalen Scheidungen substanzieller Eigenheiten in Betrachtziehung des Bewußtsinns ersichtlich werden (daß Sinnliches nicht durch den Geist hervorgebracht wird!). Es handelt sich um eine wechselseitige Bedingung, ohne die man nicht dazu gelangt. Und somit bedingt es auch der Grundsätzlichkeit darin, das Innere im Verhältnis von Organen generell in Erachtung zu bringen, sodaß damit verbunden auch der Geist und das Erinnerungswesen seine Scheidung und funktionale Präsenz erfährt. Als Deklaration wende ich dazu 'mentale' Organe an.

Zum Sachstand des Englischsprachigen, dargelegt von Stephen Leach und James Tartaglia in ihrem Buch Consciousness and the Great Philosophers (2017): "There ist no word in ancient Greek that directly corresonds to our 'consciousness', but there are a number of related concepts. In Plato, the most relevant term ist aísthêsis - typically translate as either 'sensation', 'sense', or 'perception'. It is a complex term, and the plurality of uses adds to the difficulty of our task. Aísthêsis has an English equivalent - aesthesis (or esthesis) - which is typically defined as a kind of primitive or rudimentary sensation. It appears, in negate form, in our 'anaesthetic' (an-aísthêsis, or non-awareness). And it is the source of the word 'aesthetic', though this term has now become narrowly defined als the perception of art and visual beauty." Wie dies darlegt, so existiert ein englischsprachiges Äquivalent zum Ursprung, jedoch findet sich nicht die Entsprechung dazu. Grundsätzlich fehlt es der englischen Sprache der synonymen Spezifikationen, welche gegenüber der deutschen Sprache weitestgehend von Grund auf darin fehlen oder aber ein anderes Bezugsverhältnis in der Übersetzung aufweisen. Wie es sich erweist, so liegt dies daran, daß man im deutschsprachigem Raum (im Land der Dichter und Denker!) generell die sprach-sachtechnischen Gegebenheiten kombiniert miteinander komplett neu überarbeitet/ergründet hat, hingegen im Englischen dies nicht derart stattfand.

Eisler's 'Handwörterbuch der Philosophie: "Wahrnehmung innere, ist die Wahrnehmung des 'Innern', d. h. des Psychischen, als Inbegriff unserer eigenen Erlebnisse als solcher, in ihrer unmittelbaren, auf das Subjekt, nicht auf Objekte bezogenen Qualität." Hierbei geht es um die Unterscheidung dessen, was z.B. das Auge (äußere Sinne) wahrnimmt und was der Bewußtsinn (innerer Sinn) wahrnimmt (sehen - ersehen). Da der Bewußtsinn kein isoliertes/alleiniges Sehen der Augen hervorbringt, würde es in dieser Anwendung zum Ersehen dessen, was die Augen als solches hervorbringen, einer Abtrennung vom Subjekt bedingen. Da eine solche Abtrennung jedoch faktisch unmöglich ist, so ist diese Inbetrachtnahme auch rein spekulativ abstahierend. Aus diesem Grund erwirkt dies aber auch die damit einhergehende simulierende Abtrennung zwischen Subjekt und Objekt, wie auch generell das trennende Verhältnis von Psychischem und Physi(kali)schem (über das dem ausschnitthaften Sein des dem Auge[nscheinlich] Ersichtlichen), dem gegenüber der Geist als verbindender Simulator/Diplomat seine präsente Stellung einnimmt. Elementar ist hierin die regulär funktionale Inbetrachtziehung und Unterscheidung des (aus sich heraus) Wirkens gegenüber dem Aufnehmen und der Reflektion von Wirkungen. Hierüber erlangt man das Ersichten aus dem jeweiligen Subjekt heraus, woraus es selbst ersichtlich ist und bildet die Grundlage des erforderlichen Händlings.

Aristoteles - De anima

Uni Bielefeld
Liste bekannter Forscher zur antiken Philosophie
(detaillierte Beschreibungen über Wikiwand)
Aurelius Förster: Aristotelis De anima libri III (Griechisch/Latein - 1912)
Klaus Corcilius: Aristoteles - Über die Seele. De anima. (Griechisch/Deutsch - 2017)
August Immanuel Bekker Aristoteles-Gesamtausgabe .

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» Der innere Sinn «

Auszüge aus diversen Autorenquellen

Generell grenzt sich diese Bezugnahme ab, wie dieser Abschnitt in seinem Verhältnis zum Weiteren hervorheben wird. An sich geht es zwar um das Gleiche, jedoch wie die unterscheidende Deklaration von 'innerer Sinn' und 'Bewußtsein' bereits hervorhebt, handelt es sich hierin um zwei verschiedene Bezugsverhältnisse. Während beim Inneren Sinn die Inbetrachtnahmen aus dem Verhältnis der äußeren Sinne und seinem Ursprung von Aristoteles' Aufbringen vorgenommen wird, ist es hingegen beim Bewußtsein das Geistige im Verhältnis des Neuen von Descartes' Aufbringen. Wie man den diversen Autoren entnehmen kann, so geht es diesen darum, Aristoteles Aufbringen nachzuvollziehen und man beachte hierin einmal auf deren Schwierigkeiten, dies bewältigt zu bekommen. Hinderungsgrund hierin ist die funktionale Gegebenheit, daß man sich nicht vorstellen kann, was man nicht kennt und somit sich das Zirkelwesen ergibt, daß man aus diesem Verhältnis heraus auch nicht wahrnehmen kann, was nicht deutlich ersichtlich ist. Aristoteles' Aufbringen beinhaltet ja nur die logische Konsequenz. Im nachfolgenden geht es jedoch darum, dies auch als solches zu fassen. Und wie sich zeigt, ist diesen sogar die Logik selbst weitläufig noch einmal in seiner Klarheit ersichtlich, sodaß sich auch nachfolgende Abbildnisse ergeben.

Aristotles' Ethica Nicomachea

Das Problem des sensus communis (2014)
Tanehisa Otabe

"Wer sieht, nimmt sein Sehen, wer hört, sein Hören, wer geht, sein Gehen wahr (aisthanesthai), und bei den anderen Funktionen gibt es ebenso etwas, was unsere Tätigkeit (energein) wahrnimmt (ti to aisthanomenon), so dass, wenn wir wahrnehmen, wir unser Wahrnehmen und, wenn wir denken, unser Denken wahrnehmen. Und unsere Wahrnehmung von unserem Wahrnehmen und Denken heißt unsere Wahrnehmung von unserem Existieren, denn Existenz (to einai) hieß eben Wahrnehmen oder Denken."

Dies beschreibt den Sachstand des Umstandes der Situation, daß der Vorgang der Wahrnehmung sprachtechnisch als eine Einheit gebildet ist, gemäß dem sich darüber die Präsenzen der Ausdifferenzierungen nicht aufweisen lassen. Ich betrachte die Gegebenheiten im Verhältnis der Wirkungen und dem entsprechend werden hierin die Wirkungen, welche zum Wahrnehmungsorgan gelangen von diesem gemäß seiner Konfiguration aufgenommen und weitergeleitet. Im Falle der Bewußtwerdung hat man es mit der Besonderheit zu tun, daß es zweierlei Arten von Weiterleitungen beinhaltet, in welchem die Eine die Bewußtwerdung der Wahrnehmung hervorbringt, worüber sich auch die Besonderheit und somit Spezifikation des hervorbringenden Wahrnehmungsorganes darlegt.

Carl Fortlage

System der Psychologie (1855)

"So schätzbar aber die auf die Analyse der psychischen Thätigkeiten in neuester Zeit vewandten Bemühungen eines Beneke, Drobisch, Lotze, Waitz u. A. um eine Psychologie vom reinen empirischen Standpunkte des innern Sinnes sind, so reichen sie doch noch immer nicht völlig aus, um ein bestimmt abgegrenztes Feld von innern Thatsachen zu verzeichnen, auf welchem hinfort, abgesehen von aller Verschiedenheit, welche aus bloßem metaphysischen Meinungen entspringt, von den Anhängern der entgegengesetzten spekulativen Richtungen gemeinsam fortgearbeitet werden könne. Dies kommt nicht daher, daß es an unbestreitbaren Thatsachen und Gesetzen der innern Welt bisher gänzlich gemangelt hätte, sondern vielmehr daher, daß man es nicht für der Mühe werth hielt, dieselben für sich selbst und möglichst weit entfernt von aller spekulativer oder metaphysischer Ansicht zu verzeichnen, sondern daß man mehr oder weniger von der Annahme ausging, eine Psychologie, welche nicht eine bestimmte Meinung über das Wesen der Seele mitbringe, dürfte gar nicht wagen, vor die Augen des Publicums zu treten, ähnlich wie man vor Baco die Ansicht hegte, daß die spekulative Meinung über das Wesen der Materie die Hauptsache sei, ohne welche keine wahre Physik bestehen könne."

"Was in beiden Sinne, im äußeren sowohl als im innern, mit einem mal in dem gerade gegenwärtigen Zeitmomente der Beobachtung unterliegt, davon sagen wir, es sei im Bewußtsein oder es sei uns bewußt. Eine beobachtete Vorstellung nennen wir Wahrnehmung. Wären sämmtliche Vorstellungen bewußt, so gäbe es in beiden Sinnen nichts als Wahrnehmungen. Vorstellung und Bewußtsein, Sinn und Beobachtung würden als unzertrennlich erscheinen und man könnte, wollte man nicht Vorstellen, Bewußtsein, Beobachten und Wahrnehmen geradezu für eins setzen, hochstens nachforschen, welcher von diesen Ausdrücken für das Substanzielle der Sache passender wäre."

"Der Verfasser der vorliegenden Arbeit ist der entgegengesetzten Ansicht, Er glaubt, daß erst dann die Psychologie größere Erfolge bieten wird, wenn sie sich ganz auf die Analyse der im innern Sinn oder der unmittelbaren Wahrnehmung des Bewußtseins vorliegenden Prozesse und deren Erklärungen durch sich selbst beschränkt, und die voreiligen Fragen nach dem metaphysischen Wesen der Seele gänzlich von sich weist. Nicht wenige durch Leibniz, Spinoza, Kant u. A. bereits aufgedeckte Gesetze des inwendigen Getriebes unserer Vorstellungen gelten nur darum noch nicht als völlig evident und nur dadurch verhindert, ins allgemeine Bewußtsein aufklärend einzudringen, weil sie selten oder niemals ohne alle Beimischung spekulativer Ansichten vorgetragen wurden und man daher häufig mit Beiseiteschafffung einer falschen spekulativen Ansicht zugleich glaubte, die richtige psychologische Beobachtung, an welche jene sich lehnte, bei Seite geschafft zu haben. Nur alleine auf diese Art hat sich bis zum heutigen Tage das Vorurtheil von der Unsicherheit der psychologischen Erkenntnis forpflanzen können, welches an sich nicht mehr Grund hat, als das Vorurtheil des Alterthums von der Unsicherheit aller Naturerkenntnis hatte."

"Was in beiden Sinne, im äußeren sowohl als im innern, mit einem mal in dem gerade gegenwärtigen Zeitmomente der Beobachtung unterliegt, davon sagen wir, es sei im Bewußtsein oder es sei uns bewußt. Eine beobachtete Vorstellung nennen wir Wahrnehmung. Wären sämmtliche Vorstellungen bewußt, so gäbe es in beiden Sinnen nichts als Wahrnehmungen. Vorstellung und Bewußtsein, Sinn und Beobachtung würden als unzertrennlich erscheinen und man könnte, wollte man nicht Vorstellen, Bewußtsein, Beobachten und Wahrnehmen geradezu für eins setzen, hochstens nachforschen, welcher von diesen Ausdrücken für das Substanzielle der Sache passender wäre. So verhält es sich aber nicht. Das Phänomen der Erinnerung, wonach bewußte Vorstellungen die Fähigkeit haben, völlig zu erlöschen und sich in zukünftigen Zeitmomenten wieder im Beobachtungsfelde zu zeigen, widerspricht."

Man achte einmal auf den Zeitpunkt des Aufbringens. Während sich über Descartes bereits 200 Jahre zuvor das Prinzip ausbreitete, daß das Bewußtsein über das Denken hervortritt - Denken und Bewußtsein einzig miteinander einhergehen, hat sich dem gegenüber auch der Grundsatz herausgebildet, daß die Wahrnehmung zweifach stattfindet, nämlich über die äußere und innere Wahrnehmung. Und so ergibt sich auch gegenüber dem Denken eine wahrnehmungstechnische Ausgrenzung über die Unterscheidung des Flusses der Wahrnehmung, dem gegenüber sich das Erinnerungswesen als Abseitiges stellt, da es nicht diesem Prinzip entspricht. Wie Fortlage hervorhebt, so verliert man sich immer wieder im großen Ganzen, worüber sich das Spezifizierte darin verliert. So werden die Differenzierungen zwar sprachlich dem gemäß gebildet, erfahren jedoch sachtechnisch nicht die erforderliche Erachtung. Nachfolgend noch einmal die Veranschaulichung dieser Differenzierung. Elementar ist in diesem Bezug, daß aus unserer Erinnerung auch Inhalte in der geistigen Vorstellung erscheinen, welche wir zuvor nicht überdacht haben, sondern einzig wahrgenommen. Darin besteht auch das Grundlegende des Nachdenkens, indem man sich darüber ersichtlich werden läßt, was zuvor nicht ersehen wurde. Fortlage bringt darüber den elementaren Aspekt auf, daß es sich bei der Wahrnehmung generell, sowohl Äußerer, wie auch Innerer, um einen fießenden Vorgang handelt, worüber sich nicht nur die Erinnerung, sondern auch die Bewußtwerdung von dem Statischen des Bewußtseins im Geiste absondert.

Bewusstsinn

Hans Kleser

Ueber den Inneren Sinn (1873)

"K.L. Reinhold: Versuch einer neuen Theorie des Vorstellungsvermögens, II. aufl. Prag und Jena 1795, ist der Meinung, dass man die Sinnlichkeit nicht dürfe abhängig sein lassen von einer erkennbaren Organisation unseres Körpers, deren durch äussere Gegenstände bewirkte Veränderung in uns Vorstellungen hervorbringen; ein solcher Begriff der Sinnlichkeit wäre zu eng: 'Da die Sinnlichkeit wesentlich aus dem inneren und äusseren Sinne besteht, die Organisation aber und die fünf Sinne, in wie ferne sie vorstellbar sind, zum Vorstellungsvermögen nur als empirische Modifikation des äusseren Sinnes gehören, so raubt jede Definition der Sinnlichkeit überhaupt, welche die Organisation unter die Merkmale der Sinnlichkeit aufnimmt, der Sinnlichkeit die eine wesentliche Hälfte ihres Vermögens, nämlich den inneren Sinn, und ist folglich für den Grundbegriff der Sinnlichkeit zu enge' ... 'es würde alsdann keine anderen als äussere, das heisst solche sinnliche Vorstellungen geben können, die auch etwas ausser dem Gemüthe bezogen werden; keine innere Empfindungen und innere Anschauungen', mit einem Worte keinen inneren Sinn, denn 'in wie ferne die sinnlich Vorstellung durch die Art, wie die Receptivität von innen afficiert wird, entsteht, heisst sie in ihrer Bezeichnung auf Subject innere Empfindung; auf's Object - innere Anschauung; die bestimmte Fähigkeit der Receptivität aber von innen afficiert zu werden - der innere Sinn'. ... Dieser 'innere Sinn ist zwar mit dem äussern in ein und eben derselben Receptivität vorhanden, aber als ein von dem äusseren wesentlich verschiedenes Vermögen.'"

Hierin steckt der weitere Kern der Angelegenheit, denn es handelt sich um diverse Sinneshervortretungen 'im Inneren', welche auch darin nicht nur über Eines zustandekommen kann, denn was für die äußeren Sinne gilt, gilt gleichermaßen für die Inneren. Wie ausgeführt, so findet einzig eine Inbetrachtnahme äußerer Sinne statt, wohingegen im Inneren sich ein gleiches Verhältnis von Ausdifferenzierungen aufweist. Sachstand ist darin jedoch, erst einmal dazu zu gelangen, überhaupt bei der Inbetrachtnahme des Inneren einen Sinnenbezug herzustellen, wie dies bezüglich der Äußeren besteht und somit auch überhaupt erst einmal diesem einen Sinn seine erforderliche Erachtungsbedingung zu verschaffen. Auch hier wiederum weist die Bezugnahme der Rezeptivität auf den eigentlichen Mißstand der gegebenen Undifferenziertheit hin. Dem steht jedoch gegenüber, daß dieser eine Sinn überhaupt erst in der erforderlichen Klarheit ersichtlich wird, über das Ersichten der weiteren Sinne, sodaß sich diese isolierte Aufbringen auch als ein vages Etwas stellt.

Goswin Karl Uphues

Wahrnehmung und Empfindung (1888)

"Vielleicht kann man mit Brentano sagen: die äufsere Wahrnehmung sei in erster Linie auf den äufseren Gegenstand, in zweiter Linie und nebenbei nur auf sich selbst gerichtet, der Ton sei das primäre, das Hören des Tones hingegen das sekundäre Objekt. Aber da nach Brentanos ausdrücklicher Erklärung das Hören ohne Ton undenkbar ist, so müfste der Ton entweder doppelt vorgestellt werden, einmal primär und dann sekundär - dann wären zwei Akte vorhanden -, oder der Ton würde nur einschliefslich mit dem Hören vorgestellt - dann kehrte die Ansicht des Aegidius Romanus wieder. Es scheint unmöglich, die so schwierige Theorie des Thomas in der hier versuchten Weise zu umgehen. Unterscheidet man das immanente und das auf Wahrnehmung beruhende Bewufstsein, dann kann natürlich der Akt der äufseren Wahrnehmung in immanenter Weise bewufst sein, ohne dafs es eines zweiten auf ihn gerichteten Aktes, eines Aktes der inneren Wahrnehmung bedarf."

Hierin geht es um das Ausdifferenzieren zweier Gegebenheiten, daß es nämlich das Instrument Ohr ist, auf welches die Wirkung einwirkt, und das Ohr als Mittler zur Hervorbringung des Tones fungiert (wie uns die Anatomie aufzeigt, so wird im Ohr der Ton über das funktionale Konstrukt des Ohres gar zur Verstärkung der Wirkung reproduziert). Das Ohr bringt somit selbst den eigentlichen Ton hervor. Die Fragestellung, welche hierin zur Erörterung gelangt ist, daß insofern die Psyche das Bewußtsein 'als solches' (immanent) ist, es somit auch keines weiteren Sinnesorganes bedingt, da sich die Psyche auch auf das Ohr erstreckt, wohingegen es anderweitig eines solchen bedinge. Hierin steht somit das Einheit der Psyche dem der Vielfalt seiner bestandteilsmäßigen Inhaltlichkeit gegenüber. Maßgeblich ist hierin das doppelte Stattfinden von Hören, Schmerz, etc., welches zweifach stattfindet und der Ausdifferenzierung dieser beiden Hervortretungen, dem gegenüber des Aristoteles Argument des kombinierten Hervortretens hierin aufgrund der isolierten Inbetrachtnahme des Einen des Hörens nicht in Erscheinung tritt.

Otto Klemm

Geschichte der Psychologie (1911)

"Wir finden meist in der Psychologie des inneren Sinnes eine Trennung der äußeren und inneren Erfahrung, an die sich die Forderung knüpft, daß die Forschungsmethoden in beiden Gebieten verschiedene seien; diesem Standpunkte tritt in der Psychologie unserer Tage die Behauptung entgegen, daß die Erfahrung einheitlich sei und nur je nach dem Standpunkte der Betrachtung in eine mittelbare und unmittelbare Erfahrung zerfalle. Die Geschichte der Psychologie ist aber nicht von diesen Gegenüberstellungen ausgegangen, sondern der Anknüpfungspunkt lag in einem Teilproblem der inneren Wahrnehmung, in der Frage nämlich, wie wir ein Bewußtsein von den eigenen Wahrnehmungsakten haben können. Nicht die Verschiedenheit von Erscheinungen, wie Gefühlen, Affekten, Entschlüssen auf der einen Seite, Farben, Tönen usf. auf der andern Seite, sondern dieTatsache, daß wir bei der Wahrnehmung von Farben, Tönen usf. ein besonderes Bewußtsein dieser Wahrnehmungen haben können, sie ist dasjenige Erlebnis gewesen, um dessentwillen ein besonderer innerer Sinn angenommen wurde. Diese innere Wahrnehmung im prägnanten Sinn, deren Objekt selbst ein gewöhnlicher Wahmehmungsvorgang ist, erscheint uns als eine besondere Form innerer Erfahrung, als eine Verinnerlichung des inneren Sinnes selbst, um in jenem Anschauungskreise zu bleiben."

Hierüber verdeutlicht sich die Entwicklung einer klaren Trennung von Physis und Psyche zu jener Zeit im Verhältnis innerer und äußerer Wahrnehmung. Dies geschah in der Hauptsache durch die aufkommenenden Kenntnisse über die menschliche Anatomie und somit der äußeren Wahrnehmungsorgane, worüber sich vor allem diese klare Trennungslinie darüber ergab, was über die äußeren Sinne nicht hervorgebracht werden kann und bildet auch die Grundlage bis heute in der Erachtung der Differenzierungsverhältnisse.

Alois Monzel

Die Lehre vom inneren Sinn bei Kant (1913)

"Descartes ist der erste Philosoph, der die Evidenz der inneren Wahrnehmung als methodischen Ausgangspunkt genommen und die intuitive Gewissheit des reinen Denkens als erstes und letztes Prinzip jeder Erkenntnis aufgestellt hat."

Kant war gerade Derjenige, welcher durch sein Aufbringen der Beschäftigung mit dem inneren Sinn zur Ausweitung der Inbetrachtziehung sorgte. Hingegen ging es bei diesem gar nicht um die Erachtung der bewußtwerdenden Wahrnehmung durch einen Sinn, sondern um die anderen Verhältnisse, welche man in dem Sprachbezug antrifft. Vielmehr war dieser sogar abgeneigt gegenüber der inneren Inbetrachtziehung und lehnte diese von Grund auf ab. Gerade hierüber verdeutlicht sich aber auch das Extreme darin, daß man den Geist generell als ein Inneres ersieht, gleichzeitig jedoch das innerliche darüber hinausgehen ablehnt und somit auch das Verhältnis des Einen darin entsteht, dem des Geistes. Genau das führt dann auch zum dem Elementaren des Descartes, worüber es noch einmal spezifiziert seine Manifestierung erfährt. Hierin führt zwangsläufig das Eine zum Anderen aufgrund der stattfindenden systematischen Ausgrenzung. Und hierin stehen sich auch Analyse (der Wahrnehmung) und Synthese (der geistigen Spekulationen) durchweg als Kontrahenten gegenüber.

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» Plato «

Geschichte der antiken Naturwissenschaft und Philosophie (1888)
Wilhelm Windelband /Sigmung Günther

Was hat es mit dieser außenperspektivischen Sichtweise des Geistigen auf sich, wo dieser doch ein Bestandteil des Inneren ist? Um das Konträre des rein geistig Objektiven nachvollziehen zu können, bedingt es der Beschäftigung mit Plato, dem Lehrer von Aristoteles. Mit diesem trat einst die Philosophie des rein Objektiven in Verbindung mit dem rein Geistigen auf den Plan, welcher im konträren Gegensatz steht zu Aristoteles' Ergründung der Natur über sein Erscheinungswesen. Diese beiden und deren Sichtweisen sind es, welche sich als Grundstock und Geleitwerk für das Weitere erweisen. Und zwar gemäß des elementaren Erachtungsaspekts gegenüber Wahrnehmung und Vorstellung. Während in Aristoteles' Verhältnis die Wahrnehmung die Grundlage bildet für die Erkenntnis, ist in Plato's Verhältnis die Wahrnehmung ein Mißstand und einzig der Geist verfügt über die Erkenntnis des Seins. Um dieses Ermessungswesen nachvollziehen zu können, bedingt es des Nachvollzuges der idéa von Plato und worum es darin überhaupt geht, bezüglich seiner substanziellen Bewandtnis.

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» René Descartes «

Discours de la méthode (1637)
René Descartes Hauptschriften (1868)
Übersetzung von Kuno Fischer

Mit Descartes tritt eine Erneuerung des Denkwesens auf den Plan. Primär jedoch nicht bezüglich seines Anwendungswesens, sondern seines Inbetrachtungswesens, denn durch diesen wird das Bewußtsein (erachtet als!) Bestandteil des Denkens. "Ich denke, als bin ich", der Elementarsatz von Descartes, welcher wahrlich elementar ist, wie ich aufzeigen werde, jedoch einen wesentlichen Makel enthält, denn wie kann das Denken ein solches hervorbringen, ohne daß man sich dessen bewußt ist? Was dieser nicht sieht ist, daß ein elementarer Unterschied zwischen Bewußtwerdung und Bewußtsein besteht und zwar ein substanziell Elementarer. Gerade darin zeigt sich mir das eigentliche Dilemma der Erschauung, daß fast alle nur das Eine des Bewußtseins in Betracht ziehen, ohne 'darin' auch das Andere der Bewußtwerdung zu sehen. Warum kann er es jedoch darin nicht ersehen? Da der Geist kein Wahrnehmungsorgan ist, als was man diesen erachtet. Da diese Reflektion zwangsläufig durch den Geist erfolgen muß, kann es dann auch schon geschehen, wie es hierin stattfindet: man sieht halt nur den Geist darin (aus der Sicht des Bewußtsinns!). Während man einerseits Innen und Außen sauber voneinander getrennt hält, praktziert man im Bezug des Geistes genau das Gegenteil, sodaß außer diesem selbst auch gar nichts anderes existiert, was 'das Geistige' hervorbringen kann.

Man beachte hierin vor allem auch einmal seine Vorgehensweise, welche darauf beruht, seinen Geist zu leeren, worüber er zu diesem Verbundenheitsverhältnis von wahrnehmender Erkenntnis gelangt. Es ist tatsächlich so, daß dieser darüber zum Grundstock der Erkenntnis gelangt ist, der nämlich notwendig ist, um zu sehen, derart wie sich das Sein einem gemäß seines Seins erweist. Es ist das geistige Urteil, welches dem entgegen steht, sich darin zu entfalten und die Gegebenheiten so zu sehen, wie sie sich über die Wirkungen vermitteln. In seiner erkenntnisbildenden Erschauung trifft er damit tatsächlich auf das Zentrum, worin nämlich Subjekt und Objekt eins sind in seinem Wesenskern der bewußten Wahrnehmung. Es ist somit auch gemäß seiner Erkenntnis der Grundstein zur Erbauung des Ganzen. Hingegen verbaut dieser sich dies mit den Steinen seines Abrisses.

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» John Locke «

An Essay concerning Humane Understanding (1690)

John Locke gehört zu den Wenigen, welcher bewußt die Wahrnehmung als zugrunde legendes Maß der Dinge erachtet und die Erfahrung an den Anfang der Ergründung des Seins und der Bildung von Erkenntnissen stellt. Gerade dies ist auch das Elementare, worin sich das Meinige als eine Besonderheit und Andersartigkeit stellt, gegenüber dem allgemeingültig Anzutreffenden, wobei es hierin primär darum geht, Wahrnehmung, Vorstellung und Sprache voneiner getrennt zu handhaben und gemäß des funktionalen Konstruktes entsprechend anzuwenden, aufgrund dessen meine Darlegung auch spezifisch daraufhin ausgeführt ist. So sind Locke's Worte vor allem ein Kontrapunkt zu Denjenigen, welche die Wahrnehmung außen vor stellen. Jedoch zeigt gerade sein Bezug zur Idee, daß er selbst auf dieser seine Prinzipien aufbaut, ohne jedoch das Elementare zu ersehen, daß die Sinne selbst gar keine geistige Vorstellung einer Idee vermitteln. Auch bei diesem gibt es nur die äußeren (physischen) Sinne und im Inneren einzig den Geist.

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» Christian Wolff «

Vernünfftige Gedancken von Gott, der Welt und der Seele des Menschen (1741)

Auf Desartes's Akt folgte der eigentlich Folgenschwere, welcher von Christian Wolff umgesetzt wurde, indem dieser gemäß Descartes' Prinzip das Substantiv Bewußtsein bildete. Gravierend hierin ist, daß es sich auf das Denken bezieht und somit besagt, daß das Bewußtsein über das Denken hervortreten würde, was ja 'anteilig für sich' mit diesem Sein darin übereinstimmt, jedoch dem Bewußtsein seinen Sinn der im Gebrauche stehenden Eigenständigkeit im Verhältnis der Bewußtwerdung entzieht. Es nimmt dem Menschen seine Ausdrucksmöglichkeit darin und so steht man bis heute vor dem Streite, ob dies nun eine Einheit oder doch das Bewußtsein ein davon Unabhängiges sei.

Hiermit möchte ich auch einmal spezifisch auf die Gegebenheit der Synonymität hinweisen. Besonders im Verhältnis des Bewußtseins ist es unumgänglich, dem sein besonderes Augenmerk zu widmen, da man es hierin mit einem ineinanderverwobenen Kollektivwirken zu tun hat, worin die Unterscheidungen ohne die spezifische synonymen Differenzierung unmöglich sind, wie man dem Bezug von Bewußtwerdung und Bewußtsein heraus entnehmen kann. So besteht auch meine Klarheit darin letztendlich vor allem auch auf dem erlangten Ersichten des Spezifischen der Funktionalität des Jeweiligen, sodaß darüber das Jeweilige aus dem Ineinanderwirkenden ersehen werden kann. Wie man dem Musterbeispiel aber auch entnehmen kann, so muß man auch in das Sprachverhältnis Gleiches ein- und aufbringen, sodaß die Wahrnehmung, erlangte geistig hervortretende (Er-)Kenntnisse und Sprachgehalt ihre Einheit erfahren.

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» David Hume «

An Enquiry concerning Human Understanding (1748)

David Hume beschäftigt sich in seiner Ausführung augenscheinlich mit einer Neukonstitution philosophischen Vorgehens, worin dieser ein Prinzip darlegt, welches von seinem Grunde her den wesentlichen Kern in Angriff nimmt, nämlich dem Mißverhältnis der Spekulation entgegen zu wirken. Seine zugrundlegenden Aspekte erweisen sich als eine absolute Erfordernis, jedoch gelangt dieser an dem Punkt der aufzeigenden Anwendung dessen zum bedingenden Glauben. Die Argumente, welcher dieser als Kritiken des Bestehenden aufbringt sind elementar. Und so wirkt es dann auch schon recht wunderlich, daß seine Anwendung eben nicht auf seiner objektiven Beurteilung fußt. Genau darin bildet ja doch der Glaube den Gegensatz und separiert das Wesen des Ersichtlichen der Wahrnehmung von dem der Vorstellung. Darin steckt ein wesentlicher Wesenskern der Erachtung, erweist sich jedoch in dem Bezug als unpassend.

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» Dietrich Tiedemann «

Untersuchungen über den Menschen (1777)

Während Wolff's Aufbringen zunächst in die Abgründe des Dunklen des Bewußtseins führen, führt Tiedemann's hingegen wieder ins Lichte hinaus, um den offensichtlichen Details ihre klare Kenntlichkeit zu verschaffen. Es ist die Zeit neuer Errungenschaften im Verhältnis der Physis und so ensteht hierüber auch ein anderes Sichten auf das Innenleben. So ist es nicht verwunderlich, daß gerade dieser dann auch aufbringt, daß es den erforderlichen Kenntnissen über die inneren Organen und Ideen fehlt, um die Vorgänge im Inneren der Psyche erfassen zu können. An sich ein Fingerzeig, den man hierin hätte nicht übergehen können. Jedoch wies dieser Fingerzeig fälschlicherweise wohl in Richtung Physis und somit konnte darüber auch nicht in Erscheinung treten, was für sich seine Worte bereits als grundlegende Kenntnis aufbringt. Er sieht die Dinge, wie sie kein anderer sieht und so verhallen wohl auch dem gemäß seine elmentaren Worte.

Um jedoch das Wesen der Zeit sich einmal vor Augen zu führen, empfehle ich einmal Herrn Christian Wolffens Meinung von dem Wesen der Seele und eines Geistes überhaupt; und D. Andreas Rüdigers Gegen-Meinung (1727 - Reprint 2008) von Andreas Rüdiger in Betracht zu ziehen, um darüber sich einmal ein Bildnis darüber zu verschaffen, wie mittelalterlich 'dunkel' doch die Zeit weitläufig noch einher ging (Wolff's Erstausgabe erschien 1720).

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» Joachim Grau

Die Entwicklung des Bewusstseinsbegriffes
... im XVII. Und XVIII. Jahrhundert
Joachim Grau (1916 - Reprint 2018)

Grau geht in seinem Buch erst spät auf den eigentlichen Sachstand ein, worin man vor allem die Erwirkungen des Positiven über Wolff's Aufbringen des 'im Dunkeln liegenden' erfährt. Man beginnt von diesem ausgehend systematisch dieses Dunkle gemäß eines solches zu ergründen und hierüber erfährt man auch die Entwicklungsschritte der Vorläufer der Beschäftigung mit dem Unterbewußtsein.

Die Entwicklung basiert letzendlich auf der stattgefundenen Eingrenzung der Psyche über das anatomisch-wissenschaftliche Aufkommen der Physis in Verbindung mit der Abwendung zum Religiösen/Mystischen, sodaß das Bewußtsein zum Ersatzbezug der Psyche wurde. Was man hierin antrifft, ist die verharrende Bewahrung der Beständigkeit im Einklang mit der Veränderung, sodaß sich letztendlich Psyche, Bewußtsein und auch der Geist nur noch als Synonyme stellen (parallel dazu die Entwicklung der Erachtung des physischen Gehirns sich darin nicht anders stellt). Betrachtet man sich die gravierenden Differenzen des Aufbringens, zeigt sich auch hierin das Fehlen der Ankerpunkte - einer differenzierenden Spezifierung, worüber das Jeweilige hervortritt - derer es keine gibt, außer diesen Dreien, sodaß sich die Synonymität in seinen Details wiederum verliert, ohne zueinander Bezugsverhältnisse überhaupt herstellen zu können und letztendlich auch in nichts anderem hervortreten können, außer den geistigen Projektionen der Vorstellungen (gemäß dem man es auch in der Parallele der Inbetrachtnahme des physischen Gehirns im Verhältnis der Lokalisation zu ändern sucht - gerade jedoch dies darin gar nicht aufzufinden ist!).

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JÖRG LENAU
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