Der Analytiker und seine Projekte
Es ist eine Sache, etwas zu WISSEN,
jedoch eine ganz andere, es zu VERSTEHEN.

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 Bewußtsein versus Geist/Physik 

—» Die sexuelle Konstitution «—
Infragestellung der Logik

Der Ausgangspunkt meines Dialoges beginnt mit der Infragestellung der Logik der öffentlichen Deklaration der Bisexuellen, wonach darin eine Person zu zwei Geschlechtern die Basis bildet, indem ich die Frage stelle, "mit wem" Bisexuelle überhaupt ihre sexuelle Verbindung ausfüllen:

Mit Heterosexuellen?

Sind etwa Heterosexuelle heterosexuell,
wenn sie mit Bisexuellen sexuell verkehren?

Mit Homosexuellen?

Sind etwa Homosexuelle homosexuell,
wenn sie mit Bisexuellen sexuell verkehren?

Mit Bisexuellen?

Wie identifiziert man Bisexuelle?

Es ist bei dieser Sachlage der Verhältnissituation, in welcher es nur eine einzige, auf das körperliche Geschlecht bezogene, gegengeschlechtlich heterosexuelle und gleichgeschlechtlich homosexuelle Deklaration gibt nicht verwunderlich, daß man Bisexuelle mal als die Heterosexualität und Homosexualität gleichzeitig beinhaltende, mal als zwischen Heterosexualität und Homosexualität stehende und mal als unterentwickelte Heterosexuelle/Homosexuelle darstellt und darüber eine Deklaration sich entwickelt hat, welche die Inhaltlichkeit der Unspezifiziertheit in sich trägt und somit sind "scheinbar" alle bisexuell, die nicht explizit heterosexuell oder homosexuell sind, ...

... gäbe es aufgrund dessen nicht ein heilloses Durcheinander!

Ich mußte feststellen, daß man ausschließlich, und zwar nicht nur bezüglich der Bisexualität sondern generell, einzig den Bezug "von körperlichem Geschlecht zu körperlichem Geschlecht" darstellt, in Betracht zieht und "darüber" Begrifflichkeiten schafft, worüber wiederum die damit verbundenen definitionsmäßigen Fassungen eine katastrophale Situation für die veranlagten sexuellen Ausrichtungen geschaffen wurde. Es stellt sich als Paradoxum dar, Heterosexuelle, Homosexuelle, Bisexuelle und Transsexuelle in ihrer Veranlagung "einzig" anhand des gegebenen Geschlechtes und dem Geschlecht des Gegenüber als solches zu identifizieren, denn heterosexuelle, homosexuelle und bisexuelle Männer haben alle ein undifferenziertes körperliches männliches Geschlecht und heterosexuelle, homosexuelle und bisexuelle Frauen haben alle gleichsam ein undifferenziertes körperliches weibliches Geschlecht.

So lange, wie man diese Geschlechtsordnung nur auf die Hetero- und Homosexualität anwendet, hat es auch den "Anschein", daß es funktioniert, nur werde ich hier darstellen, daß dem gar nicht so ist. Wenn man jedoch darüber hinausgeht und alle Beteiligten einbezieht und die Frage im Einbezug der ausfüllenden Gegenseite erörtert, mit wem Bisexuelle und Transsexuelle eigentlich ihre Sexualität ausfüllen, dann tritt da auf einmal ein elementares Problem auf, denn der Vorgabe entsprechend füllen diese ihre Gemeinschaft durch Hetero- und Homosexuelle aus, womit sich die Folgefrage daraus ergibt, inwiefern dies überhaupt Heterosexuelle Heterosexuelle und Homosexuelle Homosexuelle sein läßt?

Sind nicht die Sexualpartner der Heterosexuellen Heterosexuelle und die der Homosexuellen Homosexuelle? Sind nicht ebenfalls dementsprechend die Sexualpartner der Bisexuellen Bisexuelle und die der Transsexuellen Transsexuelle? Wie aber füllt sich dies bei Bisexuellen aus, wenn die Grundvoraussetzung im Sinne von 'zu zwei Geschlechtern' im Bezug auf Bisexuelle ausgefüllt sein soll? Dies ist derart gar nicht umsetzbar, denn es gibt dazu nur zwei Varianten, 1 Mann und 2 Frauen oder 1 Frau und 2 Männer, wobei dann jeweils Eine(r) nicht bisexuell im Sinne von 'zu zwei Geschlechtern' wäre! Und was ist mit den Transsexuellen? Sie tragen doch zwei differenzierende Geschlechtsspezifikationen in sich. Sie können doch daher von Grund auf gar nicht Hetero- oder Homosexuelle sein! Werden wir infolge dessen alle zu Hetero- oder Homosexuellen umoperiert werden? Ist es nicht genau das, was bereits schon stattfindet?

Nun, ich bin ein bisexueller Dritter und um als solcher über meine persönliche individuelle Präsenz hinaus "existent" zu sein, mußte ich mir über mein instinktives natürliches Händling hinaus nicht nur ein dementsprechendes 'mir meiner selbst bewußt sein' verschaffen, sondern damit verbunden auch erst einmal für eine dementsprechende Begrifflichkeit Sorge tragen, allem voran, um als bisexueller Dritter überhaupt erst einmal in Erscheinung treten zu können. Weder die Begrifflichkeit, noch die Inhaltlichkeit der bisexuellen Dritten wird bisher im öffentlichen Händling überhaupt in Betracht gezogen. Ohne diese Maßgabe ist es überhaupt nicht möglich, als Bisexueller in Erscheinung treten zu können, ohne dieser öffentlichen manipulierenden Deklaration anheim zu fallen, welche zwangsläufig den Bisexuellen zum Hetero-/Homosexuellen umfunktioniert.

Im Laufe der Jahre meiner Auseinandersetzung mit den Gegebenheiten mußte ich aber auch feststellen, daß es aufgrund der allgemeingültigen Sachlage unmöglich ist, sich als Bisexueller in dieses öffentliche Händling einzureihen, ohne zum Hetero- und/oder Homosexuellen 'umfunktioniert' zu werden. Die einzelnen Gründe und Ursachen werde ich hier im einzelnen darstellen. Da diese paradoxe Gegebenheit nicht nur für mich, sondern allgemeingültig, allem voran für die Bisexuellen und Transsexuellen besteht, aber im entsprechenden anhänglichen Verhältnis auch für die Homo- und Heterosexuellen, ist es somit an erster Stelle notwendig, eine systematische Gesamtordnung zu schaffen, in welcher an erster Stelle überhaupt erst einmal die Bisexualität und Transsexualität in ihrer tatsächlichen Inhaltlichkeit in Erscheinung tritt. Wie sich herausstellt, hat man gerade diesbezüglich es in den letzten 1 1/2 Jahrhunderten nicht fertig gebracht, für eine klare Inhaltlichkeit zu sorgen. Damit verbunden werde ich hier als erstes einmal die einzelnen Inhaltlichkeiten nach ihren tatsächlichen Gegebenheiten ordnen und auch für eine 'objektive' Kategorisierung und Darstellung Sorge tragen, um die Verhältnismäßigkeiten dementsprechend aufzeigen und das jeweilige Verständnis zu vermitteln.

Dazu hier zunächst auch einmal
das Aufzeigen der chaotischen Verhältnisse,
aufgrund des reinen Geschlechtsbezuges:

Heterosexuellenordnung

Mann heterosexuell Frau
nicht
heterosexuell

Zeigt uns nicht gerade die Gesinnung,
daß eine derartige quantitative Geschlechterordnung
eine Abstrusität herausfordert?

Gesinnungschaos aufgrund des reinen Geschlechterkonstruktes

Gesinnungsbezug Gesinnungs-
deklaration
Geschlechtsbezug
01 der Heterosexuelle & der Transsexuelle ? Mann & Frau
02 die Bisexuelle
03 die Homosexuelle
04 die Heterosexuelle heterosexuell
05 der Homosexuelle ?
06 die Transsexuelle
07 der Bisexuelle
08 die Homosexuelle
09 der Transsexuelle
10 die Bisexuelle
11 die Transsexuelle
12 der Homosexuelle
13 der Transsexuelle
 
01 der Homosexuelle & die Transsexuelle ? Mann & Mann
02 der Bisexuelle
03 der Heterosexuelle
04 der Homosexuelle homosexuell
05 die Homosexuelle die Homosexuelle Frau & Frau
06 die Heterosexuelle ?
07 die Bisexuelle
08 der Transsexuelle
09 der Heterosexuelle der Heterosexuelle Mann & Mann
10 die Transsexuelle
11 der Bisexuelle
12 der Bisexuelle
13 der Heterosexuelle
14 die Transsexuelle
15 die Transsexuelle
16 der Heterosexuelle
17 der Bisexuelle
18 die Heterosexuelle die Heterosexuelle Frau & Frau
19 die Transsexuelle
20 die Bisexuelle
21 die Bisexuelle
22 die Heterosexuelle
23 der Transsexuelle
24 der Transsexuelle
25 die Heterosexuelle
26 die Bisexuelle

Was für eine chaotische Vielfalt ist hier entstanden
für die Gesinnung aufgrund des reinen Geschlechtsbezuges?

Auch all diese Varianten zeigen "nur" den Ausschnitt des tatsächlichen Sachverhaltes auf. Da die Deklarationen der sexuellen Orientierung rein geistig "willentlich" und somit variabel sind, so potenziert sich das Verhältnis diesbezüglich dementsprechend. Ist der Heterosexuelle tatsächlich ein Heterosexueller und der Homosexuelle tatsächlich ein Homosexueller? Der Relation der Relativität sind hier absolut keine Grenzen gesetzt! DAS entspricht genau den Texten, welche man liest über die Sachverhalte der sogenannten oder als auch daraus deklarierten sexuellen Orientierung. Da herrscht absolute Orientierungslosigkeit, jedoch geht man unzweifelhaft weiter vor, denn was kann man denn schon bei nur zwei Geschlechtern falsch machen, denn es gibt doch nur drei Varianten, denkt man!

Alle "möglichen" Varianten werden gegenwärtig rein über die Inhaltlichkeit des körperlichen Geschlechts und einer rein geistigen Basis und somit einer Scheinkonstitution von Hetero- und Homosexualität abgebildet. Kein Wunder also, daß diese Art des Händlings ein derartiges Durcheinander hervorgerufen hat und darüber zu einem völligen Unverständnis führt. Hätte man von Grund auf die Fragestellungen auf die Inhaltlichkeit von Persönlichkeit und Charakter und nicht nur auf das Geschlecht bezogen und damit verbunden auch einbezogen, mit wem da wer sinnlich eine Partnerschaft eingeht, anstatt nur die Geschlechter in Betracht zu ziehen, dann wäre die Situation völlig anders.

Was komplett, von Anbeginn und wie ich feststellen muß, auch bewußt übergangen wurde, ist das in Betracht ziehen der Inhaltlichkeit, welche Heterosexuelle mit Heterosexuellen, Homosexuelle mit Homosexuellen, Bisexuelle mit Bisexuellen und Transsexuelle mit Transsexuellen verkehren läßt. Erst wenn man diesen ebenbürtigen Sinnlichkeitsbezug und die damit verbundene Logik den Gegebenheiten gegenüberstellt, wird deutlich, daß die gegenwärtige Abhandlung absolut dem quer läuft und die gegenwärtig bestehende Unklarheit überhaupt erst hervorgebracht hat, aufgrund der rein aus der Substanz von männlichem und weiblichen körperlichen Geschlechts gebildeten Grundordnung. Wenn man sich dies einmal gegenüber stellt, dann wird auch deutlich, warum über diese Geschlechterordnung ein derartiges Chaos geschaffen wurde.

Geschlechtskonstellation
im reinen Bezug auf das körperliche Geschlecht

  heterosexuell homosexuell
männlich weiblich   männlich männlich   männlich weiblich weiblich
heterosexuell   homosexuell   bisexuell
      weiblich weiblich   männlich männlich weiblich
  homosexuell heterosexuell
                       

Gesinnungskonstellation
im Einbezug mentaler Konstitution und Konstellation

der männliche Heterosexuelle die weibliche Heterosexuelle heterosexuell
der männliche Homosexuelle der männliche Homosexuelle homosexuell
die weibliche Homosexuelle die weibliche Homosexuelle
der männliche bisexuelle Dritte 2 x das weibliche bisexuelle Pondant bisexuell
die weibliche bisexuelle Dritte 2 x der männliche bisexuelle Pondant

Anstatt der unendlichen Varianten der rein geschlechtlichen Ordnung erhält das Ganze seine logische, durchschaubare und der Sinnlichkeit entsprechende Sachlichkeit. Hier wird auch gleich deutlich, daß man allgemein richtig vermutet, daß das "bisexuell sein" alles durcheinander bringt, jedoch werde ich hier aufzeigen, daß des sich dabei nicht um die Bisexualität, sondern vor allem um uneindeutige Verhältnissituationen im Umgang mit der Sache handelt und darüber werde ich auch aufzeigen, daß die Bisexuellen nicht die Verursacher, sondern die eigentlichen Leidtragenden neben den Transsexuellen sind darin.

Wie ich den vielen Jahren meiner Analysen feststellen konnte, beruht die Gegebenheit dieser Geschlechtsgesinnung aufgrund der Anwendung rein geistiger und körperlich-sinnlicher Wahrnehmung. Über die geistige und körperlich-sinnliche Wahrnehmung sind jedoch einzig geistige und körperliche Bestandteile des Menschen wahrnehmbar und darüber identifiziert sich auch dieses Händling als ein zu separierendes rein geistiges Händling, worin der einzige Bezug die geistige sexuelle Identität ist. Die Veranlagungen des Menschen haben jedoch ihren Sitz im Unterbewußtsein und von dort gehen auch deren Wirkungen aus, wozu es der mental-sinnlichen Wahrnehmung bedarf. Da jedoch kaum jemand einen Zugang zu seinem Unterbewußtsein hat, so wird diese Gegebenheit schlichtweg über das Mehrheitsprinzp allgemeingültig ignoriert. Diese Sachlage führte dazu, daß in diesem Bezug das Ganze zu einem rein geistig beschränkten Händling, nicht nur in erster Instanz, sondern im gesamten Umgang dessen wurde. Darüber wird dann auch deutlich, warum man es darin auch mit Variablen und nicht mit Konstanten zu tun hat und das Händling der Deklarationen und Gegebenheiten ebenfalls ein derartiges Durcheinander hervorbringt, denn es werden über ein Händling und eine Deklaration mit dessen reduzierten Inhalt zwei differenzierende Basen abgehandelt, die in einem scheinbar synonymen Verhältnis zueinander stehen, wobei die eine Inhaltlichkeit, weil sie nicht wahrgenommen wird, in dieser Art und Weise des allgemeinen Umgangs völlig in den Hintergrund gedrängt worden ist.

Kann ein Mensch einen anderen einzig
aufgrund seines Geschlechtes begehren?

Rein geistig-/körperlich-sinnlich eingeschränkt ja,
mental-sinnlich jedoch nicht!

Aus diesem Grund ist das Händling auch dementsprechend zu separieren. Allem voran, weil eine derartige Vermischung der Sache nicht Maßgabe sein kann und nur aus der gegebenen Prinzipialität der Veranlagung einzig eine dementsprechende Basisordnung abgebildet werden kann.

Die Basisseparation

Veranlagung Vorlieben/Neigungen
veranlagungsbedingte
sexuelle Ausrichtung
geistig bedingte
sexuelle Orientierung

Ich denke, daß über die inhaltliche Gegenüberstellung deutlich wird, wie es um die Deklarationen und deren Händling bestellt ist. Es handelt sich um zwei von Grund auf sich differenziere Inhaltlichkeiten, welche den Anschein synonymer Verhältnisse aufweisen. Da die Deklarationen sich jedoch bisher einzig auf die Geschlechtskonstellationen beziehen, so sind weder die Gesinnungskonstellationen, noch die Konstitutionen tatsächlich definiert.

Sachverhältnis

Spezifikation Geschlechtskonstellation Gesinnungskonstellation Konstitution
Heterosexualität gegengeschlechtlich orientiert nicht definiert
Homosexualität gleichgeschlechtlich orientiert

Somit geht es aber auch grundsätzlich gar nicht darum, etwas generell zu erschaffen, sondern darum, "was ist", in Verbal- und Schriftsprache zu übersetzen, um es dokumentieren, zu spezifizieren, zu definieren und hierüber auch manifestieren zu können, denn die Verbal- und Schriftsprache hat heute einen derartigen Stellenwert, sodaß auch Sexualität grundsätzlich nicht mehr ohne diese stattfindet. An aller erster Stelle geht es jedoch darum, sich "seiner eigenen sexuellen Inhaltlichkeit selbst bewußt zu sein" oder aber auch zu werden und dieses bewußt sein auch anderen vermitteln zu können. Diese anderen sind an erster Stelle die Sexualpartner und um die Sexualpartnerschaft zustande zu bringen und zu bewahren, bedarf es des Dialoges. Dieser Dialog wiederum bestimmt die quantitative, wie auch qualitative Inhaltlichkeit des stattfindenden Sexuallebens. Und somit ist auch alles irgendwie voneinander abhängig und die jeweiligen bestandteilsmäßigen Inhalte wirken wechselseitig aufeinander ein.

Jörg Lenau
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