Der Analytiker und seine Projekte
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jedoch eine ganz andere, es zu VERSTEHEN.

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 Bewußtsein versus Geist/Physik 

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Sexualtrieb

Wenn man sich die Erfassung der Bestandteile von Sexualität vornimmt, wird man über kurz oder lang zur Feststellung gelangen, daß 1. diese Bestandteile nicht alle zur gleichen Zeit sind, 2. die Bestandteile in einem gewissen Verhältnis zueinander stehen, 3. die Wirkung von Sexualität auch über sich selbst hinausgeht, 4. Sexualität auch Anfang und Ende beinhalten und 5. Wechselwirkungen bestehen.

Der Antrieb sexueller Emotionen

Vor allem aber steht auch der Geschlechtsakt selbst nicht unter körperlicher, sondern unter mentaler Leitung, denn der Körper bewegt sich nicht, sondern wird bewegt durch die Kraft, die ihn bewegt und somit ist auch das Zentrum von Geschlechtsteil nur anteilsmäßig "resultierend" gegeben. Spezifisch dieser Bestandteil zeigt auf, welchen Stellenwert das Geschlechtsteil innerhalb der Sexualität, der Gemeinschaft und auch auf das gesamte Sein hin einnimmt. Auch nimmt das Geschlechtsteil im Bezug auf die Fortpflanzung nicht die zentrale Stellung ein, sondern es ist der Trieb, welcher uns durch die Emotionen antreibt und somit ist die Fortpflanzung selbst ebenfalls nur Resultat.

Das sexuell emotionale Déjàvu

Hinter dem sexuell emotionalen Dejavu steckt das Erkennen eines potentiellen Sexualpartners. Gerade darüber ist auch das Outen eine(r/s) gleicher sexueller Ausrichtung Zugehörige(n/m) eine Gegebenheit. Hinter dem Ablauf steckt ein Sender und Empfänger auf beiden Seiten, wobei der persönliche Kontakt die entsprechende mental-telepathische Verbindung herstellt. Aufgrund dieses Kontaktes, welcher über das Unterbewußtsein ein weitreichendes Bild vom Gegenüber vermittelt/zuläßt, kommt dieser Eindruck von "sich bereits tiefgründig kennen und auch die Bedürfnisse erkennen" zustande. Das Ideal entsteht im gegenseitigen persönlichen Augenkontakt, wobei es die Resonanz dessen hervorbringt. Es gibt jedoch andere Varietäten: 1. man kennt sich schon länger, jedoch war die Sinnlichkeit/Sachlichkeit von Sexualität nicht Inhalt des Miteinander; 2. das einander Erblicken/Kontakten findet nicht beiderseits gleichzeitig oder nur einseitig statt.

Grundsätzlich ist zwischen jemanden begehren und einander begehren zu unterscheiden und so drückt sich nur zweiteres über die Inhaltlichkeit der ebenbürtigen Resonanz als Liebe aus, welche die Gegenseitigkeit ausdrückt bzw. voraussetzt. Man kennt es ja allgemein unter dem Ausdruck, sich in jemanden verlieben, den man kennengelernt hat, jedoch ist mir der Umgang damit immer und ausschließlich zum Problem geworden, denn dieses Dejavu enthält nun mal zunächst sachlich "nur" das Erkennen eines potentiellen Sexualpartners(!), wohingegen das allgemeine Händling ein mehr daraus macht und entsprechende vollständige Erwartungen an das Anschließende erfolgt, die weit über das Sexuelle hinaus reichen (Beziehung, Ehe, etc.) oder aber der weitere Kontakt von Grund auf abgelehnt wird, weil es die Umstände nicht erlauben. Auch wird allgemein angenommen, dieses Dejavu fände einzig einseitig, bei einer Person statt, weil es nicht als Resonanz wahrgenommen wird und so ist das Aussprechen dessen mehr als nur situationsbereinigend.

In der Bisexualität gibt es aufgrund der Sachlage zwei Typen von Dejavus, wobei das Stattfinden mit einer Person und zweier, einander bereits Begehrender, sich darin unterscheidet, daß ersteres als Anreiz und zweiteres als Vervollständigung wirkt und sich somit nicht nur in der Intensität unterscheiden. Beim Miteinander nur zu zweit bleibt das Dejavu-Verhältnis zwar auch konstant bestehen, jedoch bricht das Miteinander aufgrund der Widersprüchlichkeiten/Unvollständigkeiten meist umgehend wieder ab, wenn die Gemeinschaft zu dritt nicht zumindest zum erstrebten Bestandteil wird und die Unvollständigkeit diesbezüglich berücksichtigt wird.

Da dieses Dejavu kein willkürlich gedanklich produziertes Etwas ist, sondern auf den inneren Gegebenheiten des Seins beruhen (instinktiv stattfindet), so ist ein solcher Kontakt auch eine Gegebenheit für's ganze Leben und stellt sich somit auch ganz anders, als bei willkürlich rein gedanklich orientierten Kontakten. Da dieses Dejavu-Verhältnis jedoch keine Inhaltlichkeiten von 'wer bist Du', 'was hast Du' oder andere Persönlichkeitsinhalte beinhaltet, so ist im Umgang damit auch Rücksicht zu nehmen. Meine Erfahrungen haben mir gezeigt, daß genau dieser Umstand es verhindert, daß "neutrale" Zusammenkünfte überhaupt stattfinden und daß darüber das Miteinander nicht über sexuelle, sondern über andersartige Inhalte gebildet werden, welche nicht in Zusammenhang stehen mit der Dejavu-Inhaltlichkeit.

Die Erotik

Als eigentlicher Sexkiller überhaupt läßt sich der Umstand ermitteln, daß die mental-telepathische Sinnlichkeit nicht als solches separiert und zum großen Teil auch überhaupt erst gar nicht bewußt praktiziert und wahrgenommen wird. Die Wahrnehmungen der Sinnesorgane (sehen, schmecken, fühlen) regen nur indirekt die Sinnlichkeit an und entbehren auch der direkten Resonanz, denn es ist die mentale Sinnlichkeit, welche die Resonanz des Miteinander beinhaltet und somit ist darüber auch nur der eigentliche Gleichklang des Miteinander substanzielle Gegebenheit.

Der Umstand, daß den meißten nur über die Reibungskräfte überhaupt ein Orgasmus möglich ist, führt allzu leicht dazu, daß diese Reize alles Übrige überdecken. Es gibt die Erregungskurve des rein Sinnlichen und darin auch das mental-telepathisch Übertragene und somit auch das die direkte Resonanz beinhaltende und daneben die durch die Sinnesorgane indirekt hervorgerufenen Erregungen, die jedoch selbst nicht die Inhaltlichkeit der Resonanz besitzen. Dazu kommen auch noch die Unterschiede männlicher und weiblicher Erregungskurven, wobei die Männliche eine in relativ gerader Linie ansteigende ist und die Weibliche zunächst nur gering ansteigend und relativ waagerecht verlaufend und erst dann in eine Parabel und somit in eine Kurve übergeht in einen steilen Anstieg. Auch ist die Erregung kurz vor (Plateauphase) und beim Orgasmus der Frau eine viel intensivere, als die beim Mann. Nach dem Orgasmus findet beim Mann ein abruptes Abklingen statt, im Gegensatz zur Frau, welche direkt zu weiteren Orgasmen übergehen kann.

männliche Erregungskurve
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weibliche Erregungskurve
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Somit besteht auch das sexuell-erotische Miteinander aus einem Komplexum des kommunikativen Miteinanders, wo es in erster Instanz um das Verstehen des Gegenüber geht und dies funktioniert wie in allen anderen Bestandteilen des Miteinander über die Resonanz, welche es uns ermöglicht, darüber die Inhaltlichkeit des Gegenüber wahrzunehmen und darüber auch zu händeln.

Eine weitere Besonderheit ist die Eisprungphase der Frau, in welcher die physiologisch aktivierte sexuelle Triebkraft ihre gesamte Wirkung entfaltet. Diese Phase beginnt mit dem Eisprung zur Mitte der Menstruationsphase (Tag 14) und steigert sich in seiner Intensität bis zum ersten Tag der Regelblutung (Tag 1), wo sie dann abrupt abklingt, bis zum nächsten Eisprung. Das Ei bleibt nach dem Eisprung nur ca. 24 Stunden lebens- und befruchtungsfähig, wohingegen die Plateauphase der mentalen Wirkungen jedoch erst in den letzten 3 Tagen der Eisprungphase stattfinden. Bei Einnahme der Pille zur Verhütung findet diese Phasenwirkung jedoch nicht statt, da dieses Verhütungsmittel eine Schwangerschaft simuliert und daraus resultierend auch kein Ei erzeugt wird und somit kein Eisprung und die damit verbundenen Wirkungen stattfinden.

Die Eisprungphase

Tag 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28
Wirkungs-
grad
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Es sind also eine ganze Reihe von Bestandteilen, die in Einklang zu bringen sind. Tatsächlich ist das auch nur möglich, wenn man die Bestandteile zunächst separiert "bewußt wahrnimmt" und ausführt und sie darüber auch mental-sinnlich und körperlich-sinnlich, wie auch sachlich zu separieren vermag, um sie dann im weiteren Verlauf in Einklang zu bringen. Auch hier wird deutlich, daß ebenfalls das Kennenlernen auf sexueller Ebene und ein miteinander sprechen über den sexuellen Vorgang unerläßlich ist, vor allem, weil es des experimentierens bedarf, wenn man ein harmonisches Ganzes anstrebt. Klar sein dürfte, daß sich Kennenlernen und Erlebnis auch hier im Besonderen unterscheiden.

Jörg Lenau
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