Jörg Lenau - Prinzipien des Seins (Homepage) - https://www.sya.de/

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Vom Wissen (Sehen) distanzieren, um zum Erkennen zu gelangen

Die Natur der Dinge, durch die Unterscheidung der polaren Gegensätze, gegenüber den Widersprüchen identifizieren

Dem Verstand somit die Grundlage seiner ausgrenzenden Identifizierung der Widersprüche verschaffen

Black: Studien der Wahrnehmung

Was die Sinne nicht reflektieren, wird nicht erkannt (kann nicht daraus hervorgehen), dem gegenüber das Auge nur das Licht vermittelt, welches die Kontraste beinhaltet, jedoch darin keinen Bezug erfährt - im Gegensatz zum ebenfalls präsenten Urauge, worin das Licht als solches und somit auch der Schatten Erkennungsgrundlage ist. Die Präsenz des Urauges erfährt man, über die instinktive Reflexion, aufgrund eines auftretenden Etwas im Erscheinungsbereich, wohingegen es im Bezug des sehenden Auges, der Bewußtwerdung des Erkennens zuvor erfordert - sich darin, in seinem Bezug der Reflektion unterscheidet. So liegt auch der Grundstock in uns nicht schlummernd verborgen, sondern ist unabdingbar, gemäß des Bezuges der Gabe als solches präsent, warum man auch bereits in seinen Anfängen der Lebensjahre, unübergehbar erkennen kann, um welche Intensität an Ausprägung man verfügt, wie auch, worin hervorragende Eigenschaften bestehen. Während die regulären Gegebenheiten, wie das Gehen, Sehen und Denken, einem Jedem als solches regulär gegeben ist, sind jedoch die individuellen Fähigkeiten und deren Ausgeprägtheit, unterschiedlich in ihrer Präsenz - begründet stattdessen auch das eigentliche Reflektionswesen - die Ureigenheit seiner Individualität.

Im Bezug der Fotografie, nennt man das entsprechende Hervortreten 'fotografisches Auge' und man verdeutliche sich über das Nachfolgende seines Abbildes des Verlaufes, derart es sich in keiner Weise, als ein Werdendes vollzieht, sondern als ein Bestand. Es ist somit auch keine, auf der Erfahrung beruhende Gegebenheit und kann entsprechend auch keinem anderen, lehrend weitervermittelt werden. Das ist auch der Grund, warum die 'eigentlichen Lehren' nicht in Lehrgebäuden stattfinden, sondern im Gegenteil, dort einzig etwas anderes bedingend die Lehren begründet - eben einzig das, was übertragbar ist (zumal eben auch, was den Anschein dessen erwirkt). Die personell kapazitären Präsenzen, müssen hingegen ihre Lehren gänzlich im Eigensinn und der Eigenart vollziehen, in der Hauptsache in seiner Erlangung der Selbstbeherrschung, denn es bedingt der Beherrschung der verwendenden internen, wie externen Werkzeuge, sodaß diese Lehren auch auf dem unentwegten Trainieren der Selbstbeherrschung fußen, dem gegenüber das technisches Know How, sich nur so weit entwickelt, wie man dazu bereit ist, sein ureigenes Lehrgeld dafür aufzubringen, um sich in seine Unerfahrenheit darüber zu beseitigen. Das Wissen anderer, führt hingegen, ohne das Leitwesen der ausbildenden Erfahrung und in dessen Bezug verharrend, einzig zu Fragen und nicht zu erfüllenden Resultaten, denn erkennen kann man einzig, was man erfahrungsgemäß bereits kennt. Und im Bezug der Ausprägung, kennt man eben auch einzig den eigenen Bezug, dessen ausbreitendes Erkennen sich darüber bestimmt. Zu dem keine Erfahrung existiert, kann hingegen überhaupt kein Bezug hergestellt werden, außer dem der suggestiven Leere, welche einzig im Verweis eine Inhaltlichkeit verfügt, nicht jedoch in dem, worauf es verweist.

In der Schwarzweißfotografie tritt das Elementare hervor, was sich in der Bezugsermessung des Farbsehens, als elementare Verirrung vollzieht, denn darin ist es nicht das farbige Etwas, was seinen Ermessungsbezug erfährt, sondern stattdessen das 'im Dunkeln Liegende' - das Schwarze - somit repräsentiert dies auch den zugrundeliegenden Bezug zum Subjekt, welchen man irrigerweise den farbigen Entsprechungen zuspricht und somit substanzielle Bezüge begründet, die als solche gar nicht existieren!

Tatsächlich gibt es nämlich gar keinen erfahrbaren Bezug zum Subjekt. Nicht nur im Äußeren, sondern auch in unserem Inneren, verhält es sich als ein Relativum, derart wir das jeweilige Hervorbringende/Reflektierende selbst nicht erfahren können, sondern einzig, was über das Jeweilige in der Anschauung der Bewußtwerdung inhaltlich hervortritt. Dies bezieht sich somit nicht nur auf die Erinnerung, in die wir nicht hinein schauen können, sondern auch auf das daraus hervorgehende Denken (in Sprache) und die Vorstellung (von Sinneserfahrungen) des Geistes, die reflexiven Triebwirkungen der mentalen Veranlagungen, der Gaben, des Charakters und der sexuellen Ausrichtung, sowie dem Instinkt und Verstand, wie damit verbunden auch das Intuitive als solches, sind einzig in ihrem inhaltlich erwirkend Resultierenden erfahrbar (denken/vorstellen, ...), nicht jedoch das, was es jeweils hervorbringt/reflektiert (Geist, Verstand, ...). Somit ist auch das Bezugswesen überhaupt nicht anders und zumal entgegengesetzt im Inneren und Äußeren, sondern vielmehr klärt unser Inneres über das Äußere auf. Tatsächlich besitzen Objekte, weder Farbe, noch Temperatur, oder Gewicht - dies ist diesen nicht eigen und ist stattdessen Teil dessen äußerlichen(den) reflektiven Bezuges, worüber sich das Jeweilige Verbundwesen umsetzt und somit auch seine eigentliche Natur an Eigenart widerspiegelt. So gelangt auch des Menschen Persönlichkeit, durch seine Auswirkungen im Äußeren in Erscheinung, wohingegen dessen Gedanken und Vorstellung, nicht nach außen gelangen können, worüber sich hingegen das Wesen der etablierten Sprache des Menschen begründet, welche dessen ausgehend dessen Symbolismus der Vorstellungsbilder repräsentiert und somit auf dem etablierten Prinzip der Verweise, welche entsprechend nicht nur ursprünglich, sondern nach wie vor, zugrundeliegend auf Symbolismus beruht - der Worte Sinnhaftigkeit ihrer Bedeutung. Wohingegen es jedoch dies entbehrt und nur aus sprachtechnisch/tautologischen Bezügen beruht, begründet es sich stattdessen als Tautologie und entbehrt entsprechend der Sinne Ermessung und unterscheidet sich entsprechend gegenüber der Natur der Begrifflichkeit, in seiner Eigenart des lateinischen/latinisierten Substantivs. Derartige reine Vergeistigungen, in ihrer Isolierung gegenüber der Sinneserfahrung und daraus hervorgehender Vorstellung, ergibt sich eben einzig sprachtechnisch, wohingegen es sich im Bezug der Sinne genau umgekehrt seiner Begründung verhält, hingegen auch einzig darüber, sowohl als auch erfahrbar und somit erkenntlich ist, wohingegen worin keine sinneserfahrende Begründung existiert, auch keine Vorstellung sich somit vollziehen kann. Gemäß dem die bewußtwerdende Anschauung, sich über das innere Auge (Bewußtsinn) vollzieht, ergibt sich aufgrund dessen Stellung auch das entsprechende Blicken in zwei Richtungen, welche im Bezug der Vorstellung regulär im Verbund miteinander einher geht, hingegen im Bezug der Sprache, seiner zugrundeliegenden Erfordernis der Herstellung seiner Verbundenheit erfordert, weil man in dieser Kultur eben nicht die Sprache selbst begründet, sondern einzig noch von anderen übernimmt wohingegen es somit auch erfordert, überhaupt erst zu den entsprechenden Übereinstimmungen zu gelangen, wohingegen im Gegensatz zu den Vorstellungsbildern, diese Sprache keine solche enthält, sodaß sie auch nichts anderes repräsentiert, als symbolische Verweise, ohne selbst über eine Inhaltlichkeit zu verfügen.

Bewußtsinn

Die eigentliche Lehre, welche die Schwarzweißfotografie inhaltlich vermittelt, ist das zugrundeliegende Prinzip der Polarität, dem gegenüber man in der Sprache Worte etabliert hat, worin das Einheitswesen der polaren Gegensätze, überhaupt nicht (mehr) erkenntlich ist, sodaß es einem Jedem darin erfordert, seine ganz eigene klärende Ordnung zu begründen, welches sich in der Fotografie prädestinierend, in seiner Gegenüberstellung des Negativs zum Positiv abbildet - derart das Eine in dem Anderen seine Abbildung erlangt - das Eine ohne das Andere nicht existiert. In seiner ganzheitlichen Einheit, hat es eine Abbildung erlangt, über den sogenannten Zauberwürfel, worüber auch ersichtlich ist, warum dies in dem reinen Bezug des Subjektivität, entsprechend eines dessen Klötzchens nicht ersichtlich ist und daraus nicht hervorgehen kann, dem gegenüber sich eben auch die Gesamtsicht, einzig in seiner Gegenüberstellung ergibt, zu dem man gelangt, indem man gemäß dessen Mechanismus, die entsprechenden Realisierungen vollzieht und somit auch zu dieser Rundumsicht gelangt. Die Markantz besteht zumal darin, daß trotz dessen ein Klötzchen ebenfalls dieses Prinzip des Zauberwürfels repräsentiert, es daraus jedoch nicht hervorgeht, wohingegen es auch gar keinen rein äußeren Bezug gibt, ohne den Inneren, was hingegen darauf beruht, derart das Jeweilige für sich nicht existiert und die Realisierung somit auch des wechselseitigen Bezuges des Inneren und Äußeren bedingt. Es ist der Umstand des Subjekts, welches als solches nicht erfahrbar ist und somit auch nur im indirekten Bezug erfahrbar wird.

03_London_01.jpg 03_London_01.jpg Zauberwürfel (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rubik's_cube.svg)

Entscheidend ist, derart die Sinne weder Erklärungen, noch Begründungen liefern und somit sich auch darüber die Erlangbarkeit einschränkt, dem gegenüber ein darüber hinaus gehen, zur Verlustigung dessen Klärungen führt und entsprechend somit hingegen auch die kulturellen Etablierungen klärt, worin das rein Suggestive die Ermessung ist - Mythen und Legenden sich darauf begründen - zumal eben auch der Sprachbezug und nicht die Sache selbst, zur zwangsläufigen Ermessung wird - eine Objektivität zu etablieren sucht, worin das Subjekt in seinem Scheine eines monistischen Dualismus, seine Generalisierung der Verschleierungen vollzieht. Gemäß dem wir alle mit dieser Sprache aufwachsen und der Verstand erst mit den Jahren zur Etablierung gelangt, kommt man somit auch nicht umhin, die erforderlichen Lehren der Klärungen, in zweifacher Weise zu vollziehen, nämlich zum Einen die Widersprüchlichkeiten zu sondieren, welche einzig Infragestellungen und Verwirrungen erwirken. Und dem gegenüber sich auch reinen Antworten zu widmen und somit sich auch auf Klärungen an Klarheiten, welche daraus hervorgehen zu beschränken. Entsprechend ist gerade darüber auch bestimmt, derart sich dies einzig über die ausgehende Selbsterfahrung begründen kann, denn einzig im Selbst erfährt es seine organische Einheit, derart sie im rein Äußeren nicht gegeben ist. Und genau darum, kann auch nur wer realisieren, wer über die entsprechende Ausgeprägtheit verfügt, wohingegen es den Unausgeprägten dieses Grundstocks entbehrt und ohne dieses Wurzelwerk, sich darin die Ausbildung nicht vollziehen kann.

Zur angewandten Technik gilt es mitzuteilen, daß es sich durchwegs um Laienequipment handelte, sowohl bei Kamera, Filme, Dunkelkammerequipment, wie auch die Beleuchtung betreffend. Bis zur Phase in London, handelt es sich um ein Kleinbildformat und im Abschluß in München, um ein Mittelformat. Es ist hingegen auch kein Negativ darunter, welches eins-zu-eins zum jeweiligen Resultat gelangte. Was ursprünglich in der Dunkelkammer, mit abdecken, abwedeln und unterschiedliche Kontrastwerte der Fotopapiere erwirkt wurde, wurde letztendlich dann stattdessen, über die Software am Computer vollzogen. Im regulären Negativ wird viel mehr abgebildet, als irgend ein Regulärabzug/Labor hervorbringt und vor allem, kann man diese Resultate, nicht in kommerziellen Drucken reproduzieren, weil diese die oberen und unteren 10 % gar nicht ermessen - somit daraus reine Fehldrucke herauskommen. Die Erfahrungen damit waren äußerst leidlich, warum auch nicht darauf verwiesen wird. Vielmehr gilt es stattdessen darauf zu verweisen, derart man eben auch in der Fotografie, unnachahmbare/nicht-reproduzierbare Originale erschaffen kann - hingegen vielmehr der kommerzielle Überhang seiner Verarbeitung es ist, welcher den Anschein der präsenten Reproduzierbarkeit erweckt. Bis auf wenige Ausnahmen, sind die Bildwerte auf 0-255 Graustufen eingerichtet und es gilt darauf zu verweisen, daß sich die Graustufenspezifizierung am Bildschirm, ideal für den Druckbezug eignet, gemäß dem darin die Lichtintensität das Leitwesen und somit auch dem der Farbbilder bestimmt. Bei den alten Monitoren, war es hingegen noch gar nicht möglich, die unteren, bis ca. 20% der Graustufenwerte angezeigt zu bekommen, wohingegen die LCD-Bildschirme, zwischenzeitlich über eine Hintergrundbeleuchtung verfügen, worüber die Darstellung der unteren Graustufen, somit auch möglich geworden ist.

Wiesbaden 1990-1991
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München 1992-1996
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London 1997
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München 1998-1999
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